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PTAheute-Pinnwand KW 31/2023: Neues zum E-Rezept und Anti-Aging fürs Gehirn

Pinnwand für KW 31/2023
Bilder: ABDA; I VIewfinder, Proxima Studio, Jamrooferpix / AdobeStock

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche.

E-Rezept-Abruf via eGK: Auch ADG ist bereit

Ob der Abruf eines E-Rezepts via eGK in einer Apotheke gelingt, hängt maßgeblich von der jeweiligen Apotheken-Software ab.

Nun meldet sich auch ADG bereit: Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom Montag informiert, können ab sofort alle ADG-Kunden E-Rezepte per elektronischer Gesundheitskarte (eGK) abrufen und beliefern. „In den ADG-Systemen sind damit die Voraussetzungen für die geplante verpflichtende Einführung zum Jahreswechsel geschaffen“, heißt es.

In der Umsetzung sei viel Wert auf eine nutzerfreundliche Bedienung gelegt worden: Nach Einstecken einer eGK in ein Kartenterminal erfolge der Abruf des E-Rezepts aus dem Fachdienst vollautomatisch im Hintergrund. „Anschließend stehen alle einlösbaren Verordnungen an jedem Kassenarbeitsplatz zur Verfügung“, schreibt ADG. Der Abruf könne allerdings einige Sekunden dauern. Quelle: daz.online / mia 

Junge Menschen suchen Gesundheitsinfos über YouTube und Co.

Laut einer aktuellen Studie der Barmer suchen junge Menschen vor allem über YouTube, soziale Medien und Messenger-Dienste nach Gesundheitsinformationen. Befragt wurden rund 1.450 Personen zwischen neun und 18 Jahren verschiedener Schulformen. 

Demnach gehen 22 Prozent der Schüler zwischen neun und 18 Jahren bei der Recherche nach Gesundheits-Content mindestens einmal pro Woche auf YouTube. 21 Prozent suchen per WhatsApp, Signal, Telegram und Co. sowie knapp 19 Prozent zum Beispiel auf Instagram, Facebook, Snapchat oder Twitter.

Damit sie besser beurteilen können, welche Informationen seriös sind und welche nicht, bietet die Barmer das Präventionsprojekt „Durchblickt!“ für Schüler, Lehrkräfte und Eltern an. Das Projekt stelle unter anderem lehrplankonformes Material zu Digitalthemen für den Schulunterricht bereit. Quelle: PM Barmer / mia 

Lässt sich das Altern des Gehirns stoppen?

Eine Studie, die in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht wurde, liefert neue Erkenntnisse über die Alterungsprozesse im Gehirn und mögliche Ansatzpunkte zur Bekämpfung altersbedingter neurodegenerativer Erkrankungen. Das Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Ablasser von der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), Schweiz, hat die Studie in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg durchgeführt. 

Die Forschenden fanden heraus, dass der Signalweg cGAS-STING, der die Immunantwort auf DNA vermittelt, bei Mäusen ein entscheidender Faktor für chronische Immunzellaktivierung und Nervenzellverlust und den funktionellen Abbau im Alter sein kann. Nach Einsatz eines neu entwickelten Arzneimittels seien die altersbedingten, zellulären Veränderungen rückläufig gewesen, berichtet Mitautor der Studie Dr. Marius Schwabenland. „Parallel hierzu zeigte sich eine Verbesserung der Gehirnfunktion wie beispielsweise ein verbessertes Lern- und Erinnerungsvermögen.“

Die Forschenden werten diese Erkenntnisse als vielversprechenden Ansatz, um neurodegenerative Prozesse im Alter zu stoppen. Dennoch müssten weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um das volle Potenzial dieser Erkenntnisse zu verstehen.

Wohin mit den verfallenen Corona-Arzneimitteln?

Mehrmals wurde die Laufzeit des COVID-19-Arzneimittels Paxlovid verlängert; seit Ende Juli sind nun die ersten Chargen verfallen. Ende August und Ende September ereilt weitere Packungen dieses Schicksal. 

Laut eines Rundschreibens des Apothekerverbands Schleswig-Holstein können die verfallenen Packungen einfach in der Apotheke entsorgt werden. Eine Rücksendung an den pharmazeutischen Großhandel ist nicht vorgesehen.

Während Paxlovid weiterhin – nun zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung – verordnet werden kann, gilt dies für Lagevrio (Molnupiravir) nicht. Das Bundesministerium für Gesundheit hatte seit Anfang 2022 das zentral beschaffte Arzneimittel auf Grundlage der „Medizinischer Bedarf Versorgungssicherstellungsverordnung“ (MedBVSV) ohne Zulassung in Verkehr gebracht. Der Zulassungsantrag wurde dann aber abgelehnt. Somit fiel die Grundlage für das Inverkehrbringen weg, wie das BfArM auf seiner Website schreibt. 

Bereits an den pharmazeutischen Großhandel und Apotheken ausgelieferte Ware durfte nicht weiter abgegeben werden und musste in Quarantäne genommen werden. Doch auch diese Packungen dürfen laut BfArM nun entsorgt werden. Auch hier ist keine Rückgabe an den Großhandel vorgesehen. Quelle: daz.online / mia 

E-Rezept via eGK wird gut angenommen

Die Zahl der eingelösten E-Rezepte ist im Juli um 340.000 angestiegen; das sind etwa 38 Prozent mehr als im Monat zuvor. Dies berichten die E-Rezept-Enthusiasten in einer Pressemitteilung und sehen dies als Bestätigung, dass die Funktion breite Anerkennung bei Patienten und Gesundheitsberufen finde. 

Die Bilanz nach einem Monat mache Mut, so die E-Rezept-Enthusiasten, man freue sich über diese Entwicklung und über die Tatsache, dass das Engagement bei Politik, Ärzten und Apotheken Früchte zeige. Nun müssten noch die App-Lösungen kundenfreundlicher gestaltet werden. Quelle: daz.online / mia 

NSAR-Kurzzeittherapie erhöht Risiko für Herzinsuffizienz

Bei fast einem Drittel aller Diabetes-Patienten liegt auch eine Herzinsuffizienz vor. Die Cyclooxygenase-Hemmung durch nichtsteroidale Antirheumatika beeinflusst das renale, endotheliale und kardiale System und kann mit einer Dysbalance des Flüssigkeitshaushalts einhergehen. Die Annahme, dass NSAR das Krankheitsgeschehen von Diabetikern negativ beeinflussen könnten, scheint daher nicht abwegig zu sein.

Forscher in Dänemark haben nun untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von NSAR und erstmaligem Auftreten einer Herzinsuffizienz bei Diabetikern gibt. Hierzu werteten sie die Daten von 331.189 Patienten aus und stellten fest, dass bei kurzfristiger Einnahme von NSAR ein erhöhtes Risiko für eine Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz besteht. 

Dieser Zusammenhang war vor allem bei Ibuprofen und Diclofenac zu beobachten, da Celecoxib und Naproxen nur wenig verwendet wurden. Weitere Analysen unter Verwendung von 14- und 42-Tage-Expositionsfenstern erbrachten ähnliche Ergebnisse.

Ausführlichere Informationen zur Studie können Sie bei daz.online nachlesen.

Aus „Baby und Familie“ wird „Eltern“

Die Apotheken-Kundenzeitschrift „Baby und Familie“ erhält einen Relaunch und wird ab dem 1. Oktober 2023 unter dem Titel „Eltern“ in den Apotheken vor Ort erhältlich sein. Dazu hat der Wort & Bild Verlag Lizenzen von Gruner + Jahr erworben. Gruner + Jahr führt die „Eltern“-Digitalangebote fort, die kostenlosen „Eltern“-Magazine „Schwangerschaft & Geburt“ und „Die ersten Jahre“ erscheinen weiterhin in Arztpraxen und Kliniken. Quelle: PM Wort & Bild Verlag / mia 

Tyrosur® CareExpert Wundgel überzeugt Testerinnen

500 Testerinnen der Website „Konsumgöttinnen“ haben das Tyrosur® CareExpert Wundgel bewertet. Laut der Abschlussumfrage finden 98 Prozent der Probandinnen das Hydrogel gut oder sehr gut. 

Besonders häufig wurde das Wundgel bei Kratz,- und Schürfwunden eingesetzt, aber auch bei leichten Verbrennungen, Risswunden oder Hautreizungen. Positiv aufgefallen sei zudem die einfache Anwendung und die Farb- sowie Geruchslosigkeit des Produkts. 

Häufig sei erwähnt worden, dass das Gel nicht brenne, was es besonders bei Kindern beliebt mache, heißt es in einer Pressemitteilung von Engelhard, dem Hersteller von Tyrosur®. 

Auch die Feuchtigkeitspflege der Wunde und die kühlende Wirkung des Wundgels hätten dazu beigetragen, dass 97 Prozent der Testerinnen das Produkt bereits weiterempfohlen hätten oder dies vorhaben.

Laut Hersteller setzt das Tyrosur® CareExpert Wundgel bei der Wundversorgung auf ein feuchtigkeitsspendendes Hydrogel mit Dexpanthenol, um den natürlichen Heilungsprozess zu unterstützen. Das Hydrogel entspreche dem Prinzip der ideal-feuchten Wundbehandlung, was das Risiko von Narbenbildung reduziere. Quelle: PM Engelhard / mia