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Mehr Kopfschmerzen durch Smartphones und Klimawandel

Neben den klassischen Triggern für Kopfschmerzen und Migräne wie Stress, Schlafmangel und unregelmäßigem Ess- und Trinkverhalten gewinnen neue Faktoren wie lange Bildschirmzeiten und der Klimawandel mehr und mehr an Bedeutung.
Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Marktforschungsunternehmen Bilendi im Auftrag von Opella (vormals Sanofi Consumer Healthcare) für den neuen Thomapyrin Kopfschmerz- und Migräne-Report durchgeführt hat.
Bilendi befragte im März 2025 insgesamt 3.300 Frauen und Männer in Deutschland zwischen 18 und 79 Jahren, die unter Kopfschmerzen und/oder Migräne leiden.
Kopfschmerzen durch mobile Geräte
Die Umfrage fand vor dem Hintergrund statt, dass laut einer Studie aus dem Jahr 2024 immer mehr Menschen weltweit von Kopfschmerz betroffen sind und die Schmerzen außerdem bereits früher im Leben und häufiger auftreten als noch vor 30 Jahren.
Dass heute vor allem Menschen zwischen 21 und 29 Jahren betroffen sind, deutet stark auf die Rolle moderner Mediennutzung bei der Entwicklung von Kopfschmerzen hin. Und tatsächlich gaben 64 % der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren an, dass ihre Kopfschmerzen beziehungsweise Migräne durch ihren Medienkonsum negativ beeinflusst würden.
Eine weitere Studie aus dem Jahr 2024 zeigte, dass mobile Geräte wie Smartphones und Tablets den Kopf stärker belasten als Computerarbeit oder Fernsehen, was wahrscheinlich mit dem beim Gebrauch meist gebeugten Nacken bzw. den oft kleineren Bildschirmen zusammenhänge.
Schmerzmediziner Dr. Jan-Peter Jansen aus Berlin sieht außerdem im ständigen Beschuss durch verunsichernde Nachrichten auf dem Smartphone eine Gefahr. Die Informationsflut führe zu Dauerstress und bereite jungen Menschen im wahrsten Wortsinn „Kopfzerbrechen“.
Klimawandel verstärkt Kopfschmerzen
Die aufgrund des Klimawandels zunehmenden Wetterwechsel, die gestiegene Feinstaubbelastung durch trockene Luft und vor allem die steigenden Temperaturen gelten gemeinhin als Treiber für Kopfschmerzen und Migräne.
Gerade Letzteres ist laut der Umfrage für Thomapyrin vor allem für die Jungen ein Problem. 39 % der 18- bis 29-Jährigen gaben an, steigende Temperaturen würden ihre Beschwerden verstärken.
Zum Vergleich: In der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen waren es nur 27 % und bei den 70- bis 79-Jährigen sogar nur 19 %.
Die Folgen von Kopfschmerz
Laut der Umfrage für Thomapyrin führen Kopfschmerzen bei den Betroffenen unter anderen zu folgenden Einschränkungen:
- 46 % der Befragten hatten Konzentrationsprobleme.
- Bei 43 % war die körperliche Aktivität eingeschränkt.
- 41 % klagten über eine verminderte psychische Belastbarkeit.
- 40 % schliefen schlechter.
Im sozialen Bereich waren die Einschränkungen noch größer:
- 52 % konnten aufgrund von Kopfschmerzen ihre Verabredungen nicht wie gewünscht wahrnehmen.
- 49 % waren nicht in der Lage, ihre sozialen Beziehungen aktiv zu pflegen.
Prävention von Kopfschmerzen
Laut Thomapyrin Kopfschmerz- und Migräne-Report bleibt die Lebensstilanpassung der wichtigste Baustein zur Vermeidung von Kopfschmerzen:
- 57 % der Befragten setzen bewusst auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
- 53 % achten auf ausreichend Schlaf.
- Je 49 % essen regelmäßig bzw. bewegen sich an der frischen Luft.
Benjamin Schäfer, leitender Physiotherapeut der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein, empfiehlt darüber hinaus das Führen eines Kopfschmerzkalenders. Er ermögliche Patienten, Auslöser zu erkennen und aktiv Einfluss zu nehmen.
Großes Potenzial sieht Schäfer auch in psychologischen Verfahren wie Biofeedback und Entspannungstechniken sowie im Sport. Und Patienten, die zusätzlich unter Nacken- oder Kieferschmerzen leiden, würden besonders von physiotherapeutischen Übungen und manuellen Techniken profitieren. Quelle: - https://www.presseportal.de/pm/67478/6057004