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KI verstärkt Zukunftsangst unter Jugendlichen

Im Rahmen der repräsentativen Sinus-Jugendstudie 2024/2025 hat das Sinus-Institut für die Barmer Ersatzkasse im Herbst 2024 2.000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren unter anderem über ihre beruflichen Pläne und Ideen befragt.
Speziell beim Thema Berufswahl machen den Befragten stagnierende Perspektiven und der Einfluss künstlicher Intelligenz (KI) Sorgen. Vor allem diejenigen Befragten, die eine Zukunft in der Elektrotechnik oder der Produktion anstreben, sehen ihre Berufspläne gefährdet.
Gut zu wissen: Was ist das Sinus-Institut?
Die Sinus Markt- und Sozialforschung GmbH (auch Sinus-Institut genannt) mit Sitz in Heidelberg und Berlin bietet sozialwissenschaftliche und psychologische Marktforschung sowie Unternehmensberatungsdienste an.
Mit den „Sinus-Milieus“ hat das Unternehmen eine eigene, auch in wissenschaftlichen Kreisen anerkannte Methode zur Zielgruppenanalyse entwickelt. Hierbei werden Menschen, die sich in ihrer Lebensauffassung und Lebensweise ähneln, anhand der sozialen Schicht und der Grundorientierung (z. B. auf Tradition bedacht) gruppiert.
Unter Jugendlichen: Die Angst vor KI ist gestiegen
Die Barmer Ersatzkasse hat in einer Pressemitteilung die Einzelergebnisse der Sinus-Jugendstudie in Bezug auf KI im künftigen Berufsleben der Befragten zusammengefasst und mit Werten aus dem Vorjahr verglichen. Im Wesentlichen ergaben sich die folgenden Beobachtungen:
Insgesamt befürchten 22 Prozent der Jugendlichen eine Bedrohung ihrer Berufspläne durch künstliche Intelligenz. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als noch 2023. 17 Prozent schätzen ihre berufliche Zukunft als „eher gefährdet“, fünf Prozent sogar als „sehr gefährdet“ ein. Im Vorjahr waren es 14 bzw. drei Prozent.
Der Anteil der Jugendlichen, die „eher keine Gefahr“ und „überhaupt keine Gefahr“ sehen, beträgt 46 beziehungsweise 23 Prozent; das sind jeweils zwei Prozentpunkte weniger als 2023.
Betrachtet nach Geschlechtern fühlen sich mit 25 Prozent deutlich mehr Mädchen von KI bedroht. Bei den Jungen sind es 19 Prozent, die Quote ist also um etwa ein Viertel niedriger.
Mit Blick auf die Berufsfelder ist die Unsicherheit am größten unter Jugendlichen, die in der Elektrotechnik oder Produktion arbeiten wollen: 27 bzw. 24 Prozent sehen ihre Berufspläne in Gefahr.
Das häufigste angestrebte Berufsfeld ist laut Umfrage „IT, Computer“. 23 Prozent der befragten Jugendlichen interessieren sich für einen Job in diesem Bereich, und von diesen fürchten 19 Prozent Nachteile durch KI.
Die Risiken (32 Prozent) durch KI werden mittlerweile etwa gleich oft als groß eingeschätzt wie die Chancen (31 Prozent). Im Vorjahr hatten ebenfalls schon 32 Prozent der Befragten große Risiken gesehen, aber immerhin noch 41 Prozent auch große Chancen.
KI ist die kleinste Angst der Jugendlichen
Obwohl die Befragung gestiegene Sorgen in Bezug auf KI im Berufsleben aufzeigt, spielt das Thema in den Köpfen von Jugendlichen keine übergeordnete Rolle.
Ganz im Gegenteil: Die Angst vor negativen Auswirkungen von KI auf das spätere Berufsleben ist zum zweiten Mal in Folge geringer als alle anderen Ängste, die das Sinus-Institut abgefragt hat. So sind zum Beispiel große Sorgen wegen Kriegen unter Jugendlichen mehr als dreimal so weit verbreitet. Quellen:
https://www.barmer.de/presse/presseinformationen/pressearchiv/sinus-jugendstudie-ki-verstaerkt-sorgen-um-berufliche-zukunft-1389720
https://de.wikipedia.org/wiki/Sinus-Institut
https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/mensch/gesundheit-2030/gesunde-digitale-gesellschaft/jugendliche-einstellungen-kuenstliche-intelligenz-1249346