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Wechseljahre belasten am Arbeitsplatz

Ältere Frau sitzt am Schreibstisch und schaut erschöpft auf ihren Laptop
Viele Frauen in den Wechseljahren fühlen sich vom Arbeitgeber mit ihren Beschwerden nicht gesehen. | Bild: Miljan Živković / AdobeStock

Die Wechseljahre stellen laut einer aktuellen Umfrage der DAK viele Frauen im Berufsleben vor Herausforderungen. Diese entstünden nicht nur durch die körperlichen Begleiterscheinungen, sondern auch durch die mangelnde Unterstützung vieler Arbeitgeber.

Die DAK weist in einer aktuellen Mitteilung darauf hin, dass auch Unternehmen von einem besseren Verständnis des Problems profitieren können.

Erkenntnisse aus der Umfrage zu Wechseljahren im Job

An der bundesweiten Befragung, die die DAK beim Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung (IMK) in Auftrag gegeben hat, nahmen zu Jahresbeginn 2025 insgesamt 2.500 Frauen zwischen 40 und 62 Jahren teil. Alle waren berufstätig, gesetzlich versichert und wohnhaft in Deutschland.

Dies sind die wichtigsten Zahlen und Fakten:

  • Jede dritte Befragte fühlte sich im Job durch die Wechseljahre beeinträchtigt.
  • Jede sechste Frau befürchtete eine Benachteiligung am Arbeitsplatz während dieser Lebensphase.
  • Fast jeder zweiten Umfrageteilnehmerin war es unangenehm, mit dem Arbeitgeber über mögliche Wechseljahresbeschwerden zu sprechen.  
  • 35 Prozent der Frauen haben bislang keine Maßnahmen ergriffen, um die Beschwerden im Beruf zu mindern. In Kleinbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern sind es sogar 46 Prozent.  
  • Mehr als jede zweite Frau, die sich von den Wechseljahren belastet fühlte, erhielt laut eigenen Angaben keinerlei Unterstützung vom Arbeitgeber.  

Unabhängig vom Berufsleben lieferte die Umfrage die folgenden Erkenntnisse zu Häufigkeit und Ausprägung von Wechseljahresbeschwerden:

  • 86 Prozent der befragten Frauen zwischen 40 und 62 Jahren hatten bereits typische Beschwerden erlebt.
  • 38 Prozent empfanden diese Lebensphase als emotional belastend oder negativ.  
  • Die häufigsten Beschwerden waren mit 62 Prozent Hitzewallungen und Schwitzen, gefolgt von Schlafstörungen (58 Prozent) und Reizbarkeit (48 Prozent).

Wechseljahre sollten im Beruf thematisiert werden

Allein die Krankmeldungen durch Wechseljahresbeschwerden bedeuten laut DAK für Arbeitgeber den Verlust von fast vierzig Millionen Arbeitstagen pro Jahr, was Kosten von 9,4 Milliarden Euro entspreche. Deshalb seien Aufklärung und ein offener Dialog nicht nur für die betroffenen Frauen, sondern auch für Unternehmen sinnvoll und wichtig.  

„Wechseljahres-Beschwerden können die Leistungsfähigkeit im Job beeinflussen. Solange Wechseljahre ein Randthema bleiben, suchen Frauen keine Hilfe, Unternehmen keine Lösungen – und die Folge kann ein schleichender Rückzug in Teilzeit oder gar aus dem Beruf sein“, sagt DAK-Vorstandsmitglied Dr. Ute Wiedemann.  

„Mit der Studie wollen wir dazu beitragen, dass häufiger und vor allem offen über diese Lebensphase gesprochen wird. Denn es ist eine einfache Rechnung: Wer die Zielgruppe der Frauen zwischen 40 und 62 Jahren verliert, der verliert Kompetenz, Erfahrung und Stabilität. Frauengesundheit gehört in die Mitte der Arbeitswelt und ist ein Schlüssel zur Fachkräftesicherung.“ Quellen:
https://www.aerzteblatt.de/news/jede-dritte-frau-fuhlt-sich-im-job-durch-wechseljahre-beeintrachtigt-0d612666-b2b9-4625-9e9f-5614f6f5b349
https://www.dak.de/presse/bundesthemen/umfragen-studien/jede-dritte-frau-fuehlt-sich-im-job-durch-die-wechseljahre-beeintraechtigt_152254