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Was ist eigentlich Phonophobie?

Phonophobie oder Geräuschangst tritt häufig in Verbindung mit Lärmquellen wie Sirenen, Hundegebell oder Silvesterkrachern auf. Solche Geräusche, aber auch negativ belegte Klänge aus dem Berufsleben oder anderen Stresssituationen, rufen bei Betroffenen Angstreaktionen mit psychischen und physischen Symptomen hervor.
Eine Phonophobie kann auch im Rahmen neurologischer Erkrankungen auftreten, beispielsweise bei Migräne, Hirnhautentzündung oder nach einer Gehirnerschütterung. Sie beeinträchtigt den Alltag der Betroffenen oft erheblich, da diese bestimmte Umgebungen meiden oder sich in bestimmten Geräuschkulissen schnell unwohl fühlen.
Symptome einer Phonophobie
Die Symptome der Geräuschangst sind variabel, spielen sich aber häufig in folgendem Spektrum ab:
- Anspannung, Angst oder Panik bei bestimmten Geräuschen
- körperliche Symptome wie Herzklopfen, Schwitzen oder Zittern
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Hilflosigkeit oder Kontrollverlust
- gezieltes Umgehen von potenziell angstauslösenden Situationen
Ursache und Betroffene der Phonophobie
Die Ursache der Phonophobie ist nicht zweifelsfrei geklärt. Wahrscheinlich sind jedoch die an der Verarbeitung von Geräuschen beteiligten neuronalen Schaltkreise fehlreguliert. Dies kann bei akustischen Auslösern zu einer übermäßigen Aktivierung des Angstzentrums im Gehirn führen.
Traumatische Erlebnisse oder eine familiäre Vorbelastung mit Angststörungen scheinen das Risiko zu erhöhen. Oft liegt ein auslösendes Ereignis bereits in der Kindheit, ruft aber erst viel später Symptome hervor.
Die relativ seltene Angststörung tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf.
Therapie und Prognose einer Phonophobie
Für die Behandlung einer Phonophobie stehen die folgenden Bausteine zur Verfügung, die auch bei anderen Angststörungen Anwendung finden:
- Eine kognitive Verhaltenstherapie hilft Patienten, ihre Angstreaktionen zu verstehen und zu kontrollieren.
- In der Expositionstherapie werden die Betroffenen schrittweise an die angstauslösenden Geräusche gewöhnt, um ihre Reaktion darauf zu mildern.
- Entspannungstechniken wie Atemübungen oder Meditation helfen, die Angst im Zaum zu halten.
- In bestimmten Fällen können angstlindernde Psychopharmaka die Therapie unterstützen.
Wenn eine Phonophobie früh erkannt wird, lässt sie sich meist erfolgreich behandeln. Viele Betroffene schaffen es, ihre Angst zu kontrollieren und ein normales Leben zu führen. Quellen:
- https://www.symptoma.de/de/info/phonophobie
- https://flexikon.doccheck.com/de/Phonophobie?utm_source=www.doccheck.com&utm_medium=DC%2520Search&utm_campaign=DC%2520Search%2520content_type%253Aall&utm_content=DC%2520Search%2520Phonophobie
Phonophobie in Kürze
- Krankheitstyp: Angststörung
- Ursache: wahrscheinlich Fehlregulierung neuronaler Schaltkreise und übermäßige Aktivierung des Angstzentrums im Gehirn
- Symptome: Angst vor bestimmten Geräuschen oder Lärm, Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Konzentrationsschwierigkeiten, Hilflosigkeit, Kontrollverlust, Vermeidungsverhalten
- Betroffene: mehr Frauen als Männer; alle Altersgruppen
- Therapie: kognitive Verhaltenstherapie, Expositionstherapie, Entspannungstechniken, eventuell Psychopharmaka
- Prognose: frühzeitige Behandlung meist erfolgreich