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Was ist eigentlich eine exogen-allergische Alveolitis?

Mann in Arbeitskleidung auf der Arbeit und hustet in die Faust
Bestimmte Substanzen können beim Einatmen zu einer exogen-allergischen Alveolitis führen. | Bild: Andrii Lysenko / AdobeStock

Die exogen-allergische Alveolitis ist eine allergisch bedingte Entzündung des Lungengewebes, meist der Lungenbläschen, die durch Inhalation von Feinstaub ausgelöst wird.  

Meist erkranken Betroffene durch Substanzen in der Atemluft am Arbeitsplatz. Dabei handelt es sich in der Regel um Pilz- und Bakterienbestandteile, aber auch Exkremente, Mehle oder Chemikalien, die als Staub oder Aerosole  eingeatmet werden.  

Die Übeltäter sind meist Mikroorganismen, Tier- oder Pflanzenproteine und Chemikalien. So lösen bei der „Holzarbeiterlunge“ Holzstaub, Holzfasern oder Schimmelpilze eine Entzündung aus. Eine Fischmehl-Alveolitis entsteht bei der Tierfutterherstellung und für eine Polymeren-Kunststoff-Lunge können das Verwenden von Haarspray oder das Erhitzen von PVC-Folien verantwortlich sein.

Gut zu wissen: Eine Krankheit mit vielen Namen

Die exogen-allergische Alveolitis wird auch exogen-allergische Pneumonitis oder Hypersensitivitätspneumonitis genannt. Verläuft sie akut, spricht man gelegentlich auch vom Montagsfieber.

Verlaufsformen der exogen-allergischen Alveolitis

Nicht alle Menschen sind für eine exogen-allergische Alveolitis in gleichem Maße empfänglich.  

Es gibt zwei Verlaufsformen: Bei der akuten Alveolitis kommt es innerhalb von Stunden zu Husten, Atemnot und Fieber, während die Beschwerden bei der chronischen Form über Monate hinweg zunehmen. Die häufigsten Beschwerden sind

  • grippeähnliche Allgemeinsymptome wie Schüttelfrost, Fieber, Schwitzen und örtlich begrenzter Schmerz,
  • Engegefühl in der Brust,
  • Husten und
  • Atemnot.

Chronische Formen sind gekennzeichnet durch anhaltende Atemnot und Husten, Sauerstoffmangel im Blut, rasselndes Einatmen und zudem unter Umständen Müdigkeit, Gewichtsverlust und Trommelschlägelfinger (Verdickung der letzten Fingerglieder).  

Es können während der chronischen Erkrankung auch akute Verschlimmerungen eintreten, die für Tage oder Wochen die bestehenden Symptome verstärken und zusätzlich Fieber und grippeähnliche Symptome auslösen.

Therapie und Prognose der exogen-allergischen Alveolitis

Die wichtigste Behandlung der exogen-allergischen Alveolitis ist die Vermeidung des Kontaktes mit den auslösenden Faktoren, auch wenn dies einen Berufswechsel nötig macht. Im Falle einer Berufskrankheit übernimmt die Berufsgenossenschaft gegebenenfalls die Kosten für eine Umschulung.

Bei schweren Erkrankungen ist häufig eine medikamentöse Behandlung mit Cortison für mehrere Monate notwendig.

Wenn die Ursache gefunden und gemieden wird, heilt die Lunge in der Regel vollständig aus. Bleibt die Ursache unklar oder lässt sich – zum Beispiel aufgrund von Armut in Entwicklungsländern – nicht meiden, können bei chronischem Verlauf schwere Lungen- oder Herzschädigungen auftreten, die letztlich zum Tod führen. Quellen:
- https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/alveolitis-exogen-allergische/was-ist-eine-exogen-allergische-alveolitis-eaa/?nodeid=18&cHash=1749d283a70f9066c005589a5a3b16e7
- https://flexikon.doccheck.com/de/Exogen_allergische_Alveolitis?utm_source=www.doccheck.com&utm_medium=DC%2520Search&utm_campaign=DC%2520Search%2520content_type%253Aall&utm_content=DC%2520Search%2520exogen%2520allergische%2520alveolitis
- https://de.wikipedia.org/wiki/Alveolitis
 

Die exogen-allergische Alveolitis in Kürze

  • Krankheitsbild: allergisch bedingte Erkrankung des Lungengewebes
  • Ursache: Einatmen von Staubpartikeln, oftmals in der Arbeitsumgebung
  • Verlauf: akut (Symptome treten innerhalb von Stunden auf) oder chronisch (Verschlimmerung über Monate, gegebenenfalls mit akuten Phasen)
  • Mögliche Symptome: bei akuter Form grippeähnliche Symptome, Engegefühl in der Brust, Husten, Atemnot; bei chronischer Form Atemnot, Husten, Sauerstoffmangel im Blut, rasselndes Einatmen, Müdigkeit, Gewichtsverlust und Trommelschlägelfinger
  • Therapie: Meiden der auslösenden Substanzen und gegebenenfalls Cortison-Behandlung
  • Heilungschancen: Wenn die Ursache erkannt und gemieden wird, gut; andernfalls drohen potenziell tödliche Lungen- und Herzschädigungen