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In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.

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Pseudoephedrin, HIV & Apotheken Umschau

PTAheute-Pinnwand KW 38/2026; Bildercollage
Bilder: Alliance / AdobeStock, Iryna / AdobeStock, IMAGO / Jürgen Ritter; Montage: PTAheute

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche:

ABDA startet neue Imagekampagne für Vor-Ort-Apotheken

Zum Deutschen Apothekertag startet die ABDA die bundesweite Imagekampagne „Gut, dass ihr da seid.“. Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung der Vor-Ort-Apotheken und die Bedürfnisse der Patienten – etwa persönliche Beratung, Erreichbarkeit und Unterstützung in verschiedenen Lebensphasen.

Für Apothekenteams stehen ab dem 15. September neue Kampagnenmaterialien wie Plakate, Infoscreens, Kassenbildschirme und Social-Media-Kacheln zur Verfügung. Auch ein neuer E-Mail-Abbinder im Kampagnendesign ersetzt den bisherigen Absender „Gesundheit sichern. Die Apotheke.“.

Parallel bündelt die ABDA ihre patientenorientierten Online-Angebote auf der neuen Website die-apotheken.de. Dort finden Patienten unter anderem Informationen zu pharmazeutischen Dienstleistungen und Impfungen sowie eine Suche nach der nächstgelegenen Vor-Ort-Apotheke.

Die Kampagne wird zunächst im Herbst 2026 ausgespielt und soll 2027 mit weiteren Motiven und Maßnahmen fortgeführt werden. Quelle: ABDA / vs 

AMK warnt vor Risiken bei Pseudoephedrin-Kombinationen

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) weist auf kardiovaskuläre Nebenwirkungen und mögliche Überempfindlichkeitsreaktionen bei rezeptfreien Kombinationsarzneimitteln mit Pseudoephedrin hin. Zwischen Januar 2013 und Juni 2026 wurden 51 Verdachtsfälle zu sieben Präparaten gemeldet. 

Besonders häufig wurden Herz-Kreislauf-Beschwerden wie Tachykardie und Blutdruckanstieg dokumentiert, daneben allergische Reaktionen wie Hautausschlag und Juckreiz.

Pseudoephedrin-haltige Kombinationen sind unter anderem bei schwerer oder unkontrollierter Hypertonie und bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen kontraindiziert. Bei ASS-haltigen Präparaten sollten zudem mögliche Überempfindlichkeiten berücksichtigt werden – insbesondere bei Asthma, Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronischen Atemwegserkrankungen.

Die AMK empfiehlt daher, vor der Abgabe Kontraindikationen und individuelle Risikofaktoren sorgfältig zu prüfen. Wenn nicht alle mit dem Kombinationspräparat behandelten Symptome vorliegen, sollte außerdem eine gezielte Behandlung mit einem geeigneten Monopräparat erwogen werden. Quelle: AMK / vs 

Symtuza®: Zulassung auf Kinder ab sechs Jahren erweitert

Die Europäische Kommission hat die Zulassung von Symtuza® zur Behandlung einer HIV-1-Infektion erweitert. Das Ein-Tabletten-Regime ist nun auch für Kinder ab sechs Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 25 kg zugelassen. Bisher galt die Zulassung ab zwölf Jahren und 40 kg Körpergewicht.

Symtuza® enthält die Wirkstoffkombination Darunavir, Cobicistat, Emtricitabin und Tenofovir-Alafenamid und wird einmal täglich zu einer Mahlzeit eingenommen. Für die jüngere Altersgruppe ist eine neue Wirkstärke von 675 mg/150 mg/200 mg/10 mg vorgesehen. Wann diese in Deutschland verfügbar sein wird, ist noch offen.

Die Zulassungserweiterung basiert auf einer Studie mit neun Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Das Sicherheitsprofil entsprach dem bei Erwachsenen. Als häufigste Nebenwirkungen werden Durchfall, Kopfschmerzen und Hautausschlag genannt. Quelle: daz.online / sdi 

70 Jahre Apotheken Umschau

Die Apotheken Umschau feiert dieses Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Die erste Ausgabe erschien 1956 mit 16 Seiten in Schwarz-Weiß und einer Auflage von 50.000 Exemplaren. Seitdem hat sich die Zeitschrift kontinuierlich weiterentwickelt und ist für viele Menschen zu einem festen Bestandteil der Gesundheitsinformation aus der Apotheke geworden.

Heute erscheint die Apotheken Umschau zweimal monatlich und erreicht laut Verlag rund 15 Millionen Leser pro Monat. Neben dem Printmagazin gehören inzwischen auch das Onlineportal, Social-Media-Angebote und Podcasts zum Angebot.

Zum Jubiläum will der Verlag verstärkt jüngere Zielgruppen ansprechen. Dabei soll die Kombination aus verständlicher, lebensnaher Sprache und evidenzbasierter Gesundheitsinformation weiterhin im Mittelpunkt stehen. Quelle: Wort & Bild Verlag / vs 

immunLoges® direkt: Neue POS-Materialien für die Apotheke

HV-Display mit Packungen immunLoges von Dr. Loges
Neues HV-Display von Dr. Loges | Bild: Dr. Loges, Schelbert / PTAheute

Mit Blick auf die Herbstsaison stehen für immunLoges® direkt ab sofort neue POS-Materialien für die Apotheke zur Verfügung. 

Das HV-Display ist mit 8 x 7er-Packungen und 25 Infoflyern ausgestattet und lässt sich aufgrund seiner kompakten Größe direkt am HV-Tisch platzieren.

Für die Schaufenstergestaltung ist ein Dekoset mit einer beidseitig bedruckten Wand, einer Jumbo-Faltschachtel und einem Mobile erhältlich. Zusätzlich kann ein kostenloses DIN-A1-Plakat für Schaufenster oder Gehwegaufsteller bestellt werden.

immunLoges® direkt kombiniert Vitamin D, Vitamin C, Selen und Zink mit Spirulina-Extrakt und Beta-Glucanen. Das Trinkfläschchen ist für die Einnahme unterwegs konzipiert und ergänzt damit das Sortiment zur Unterstützung des Immunsystems. 

Xolremdi: Neue Therapie beim WHIM-Syndrom

Mit Xolremdi® (Mavorixafor) ist in der EU erstmals eine spezifisch zugelassene Therapie für das seltene WHIM-Syndrom verfügbar. Die Erkrankung ist mit einer erhöhten Infektanfälligkeit verbunden. 

Xolremdi® ist für Betroffene ab zwölf Jahren zugelassen und wird einmal täglich oral eingenommen. Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht: 400 mg bei mehr als 50 kg, 300 mg bei 50 kg oder weniger.

Die Kapseln werden nüchtern und mindestens 30 Minuten vor dem Essen eingenommen. Mavorixafor weist relevante Wechselwirkungen auf, unter anderem mit CYP2D6- und CYP3A4-verstoffwechselten Arzneimitteln. Grapefruithaltige Lebensmittel sollten vermieden werden. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören gastrointestinale Beschwerden, Kopfschmerzen und Hautausschlag.

Die EU-Zulassung erfolgte im April 2026, die Markteinführung in Deutschland erfolgte zum 1. September 2026. Quelle: Gelbe Liste / vs 

Emla® Pflaster: Fehlende Angabe auf Primärverpackung

Bei mehreren Chargen der Emla® Pflaster (Lidocain/Prilocain) fehlt auf der Primärverpackung die Angabe des pharmazeutischen Unternehmers. Die vollständigen Angaben finden sich jedoch in der Gebrauchsinformation und auf der Umverpackung.

Die betroffenen Packungen können laut Hersteller weiterhin in der Apotheke abgegeben und angewendet werden. Für die Prüfung sind die im Informationsschreiben aufgeführten Chargen maßgeblich.

Die AMK bittet Apotheken, betroffene Patienten und Einrichtungen entsprechend zu informieren und mögliche Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung Lokalanästhetika-haltiger Pflaster zu melden. Quelle: AMK / vs 

Paul Ehrlich-Preis für Forschung zu Autoimmunerkrankungen

Der australische Immunologe Christopher Goodnow erhält den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2027. Ausgezeichnet wird er für grundlegende Erkenntnisse zu den Mechanismen von Autoimmunerkrankungen. Der mit 120.000 Euro dotierte Preis wird am 14. März 2027 in Frankfurt verliehen.

Goodnow erforschte insbesondere die Rolle von B-Zellen, die körpereigene Strukturen erkennen können. Seine Arbeiten zeigen, wie das Immunsystem solche potenziell autoreaktiven Zellen kontrolliert und unter bestimmten Bedingungen dennoch als Reserve für die Abwehr von Infektionen bereithält.

Die Erkenntnisse sind nach Angaben der Paul-Ehrlich-Stiftung auch für die Entwicklung personalisierter Therapien bei Autoimmunerkrankungen relevant. Quelle: dpa / vs 

Neu: Curcumin Hevert OptiSolv® plus Boswellia und Ingwer

Verpackung Curcumin Hevert OptiSolv® plus Boswellia und Ingwer auf HV-Tisch
Verpackung Curcumin Hevert OptiSolv® plus Boswellia und Ingwer | Bild: Hevert Arzneimittel, Schelbert / PTAheute

Seit Mitte September ist mit Curcumin Hevert OptiSolv® plus Boswellia und Ingwer ein neues, apothekenexklusives Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Es kombiniert Extrakte aus Curcuma, Boswellia und Ingwer mit Vitamin C und Zink.

Eine Besonderheit ist die OptiSolv®-Technologie. Dabei werden die Pflanzenextrakte mit γ-Cyclodextrin verbunden und anschließend mit Stärke und Phospholipiden umhüllt. Dieses sogenannte Dual-Coating soll die Löslichkeit der schwer wasserlöslichen Extrakte verbessern. Das Präparat kommt ohne Piperin und Polysorbat aus und wird in Deutschland entwickelt und hergestellt.

Für die Beratung in der Apotheke bietet Hevert ergänzend ein Online-Seminar zu aktuellen Produktentwicklungen an. Quelle: Hevert Arzneimittel / vs 

Herzbericht: Herzinfarkt-Sterblichkeit weiter gesunken

Die Sterblichkeit durch koronare Herzkrankheit (KHK) ist in Deutschland 2024 erneut zurückgegangen. Laut „Deutschem Herzbericht – Update 2026“ sank die Sterberate pro 100.000 Einwohner von 127,3 auf 118,3. Auch die Zahl der tödlichen Herzinfarkte ging von 43.839 im Jahr 2023 auf 41.258 im Jahr 2024 zurück.

Für die Apothekenberatung bleibt die Prävention ein wichtiger Ansatzpunkt. Zu den zentralen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Übergewicht und Rauchen. Auch bei jüngeren Menschen sind bereits ab 40 Jahren steigende Krankenhausaufnahmen aufgrund von KHK und Herzrhythmusstörungen zu beobachten.

Der Bericht weist zudem auf Unterschiede zwischen den Geschlechtern hin: Nach einem akuten Herzinfarkt lag die Sterblichkeit 2024 bei Frauen mit 14,4 Prozent über der von Männern mit 10,1 Prozent. Quelle: dpa / vs 

Priorin® mit neuem Auftritt und überarbeitetem Shampoo

Bayer hat den Markenauftritt von Priorin® überarbeitet und die Produktlinie als gesamte Range neu gestaltet. Neben den bekannten Kapseln gehören inzwischen auch Liquid, Haarmaske und Shampoo zum Sortiment. Damit deckt die Marke unterschiedliche Aspekte der Haargesundheit ab und bietet für Apothekenteams verschiedene Ansatzpunkte für die Beratung.

Neu ist unter anderem die Rezeptur des Priorin® Shampoos. Es ist nun frei von Silikonen, Parabenen, PEG und EDTA und pH-hautneutral formuliert. Das Shampoo wurde für die Anwendung bei sensibler Kopfhaut entwickelt und enthält Hirseextrakt, Glykoproteine und Pro-Vitamin B5.

Die unterschiedlichen Darreichungsformen ermöglichen eine nach Anwendungsbereich differenzierte Beratung: Während die Kapseln auf die Versorgung der Haarwurzeln ausgerichtet sind, werden Liquid und Haarmaske kosmetisch zur Pflege von Haar und Kopfhaut eingesetzt. 

Das neue Packaging soll die Einordnung der einzelnen Produkte innerhalb der Range erleichtern und damit auch die Orientierung am HV unterstützen. Quelle: Pressemitteilung Bayer / vs 

Chargenrückruf: Tilray Cannabisextrakt THC5:CBD20

Die Tilray Deutschland GmbH ruft die Charge 260006 des Rezepturarzneimittels Tilray Cannabisextrakt THC5:CBD20, 25 ml (PZN 16381429) zurück. Der Grund dafür ist ein bei internen Stabilitätsprüfungen festgestellter, geringfügig von der Spezifikation abweichender THC-Gehalt.

Apotheken und Großhandlungen werden gebeten, ihre Lagerbestände zu prüfen und vorhandene Packungen der betroffenen Charge zurückzusenden. 

Die Abholung oder Vernichtung sowie die Gutschrift sollen bis spätestens 10. Oktober 2026 beim Tilray-Kundenservice unter 0800 400 3 100 angemeldet werden. Quelle: AMK / vs 

Hevert mit neuem Markenauftritt

Zum 70-jährigen Bestehen stellt Hevert seine Marke neu auf. Unter dem Leitgedanken „Vitalität. Natur. Heilkunde.“ fasst das Familienunternehmen künftig die Bereiche Vorsorge und Therapie zusammen.

Für Apotheken und PTA soll die neue Positionierung vor allem die Orientierung im Sortiment erleichtern. Das Unternehmen bietet Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel auf natürlicher Basis und verbindet diese mit seinem naturheilkundlichen Ansatz und pharmazeutischer Kompetenz.

Auch der Markenauftritt wurde überarbeitet: Kommunikation und Gestaltung sind reduzierter und klarer angelegt. Die neue Bildsprache stellt Menschen und Alltagssituationen in den Mittelpunkt. Parallel wurde der Internetauftritt angepasst.

Vorgestellt wird die neue Corporate Identity im Rahmen des Jubiläums-Apothekensymposiums der Hevert-Akademie am 26. September 2026. Quelle: Pressemitteilung Hevert Arzneimittel / vs