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In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.

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PTAheute-Pinnwand KW 37/2026: mRNA-Impfstoff, Brustkrebs & Chance auf Schwangerschaft

PTAheute-Pinnwand KW 37/2026; Bildercollage
Bilder: Yakobchuk Olena / AdobeStock, Monthira / AdobeStock, YURIMA / AdobeStock; Montage: PTAheute

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche:

Brustkrebs als Berufskrankheit: Urteil für Flugbegleiterin

Eine Flugbegleiterin hat in Frankreich nach einem mehrjährigen Rechtsstreit die Anerkennung ihrer Brustkrebserkrankung als Berufskrankheit erreicht.

Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, verwies das Gericht von Bayonne in einem bekannt gewordenen Urteil unter anderem auf Nachtarbeit, ionisierende Strahlung und Passivrauchen. Diese Faktoren könnten demnach zur Entstehung der Erkrankung beigetragen haben.

Der Antrag der Flugbegleiterin Sophie Lainault auf Anerkennung ihrer Erkrankung als Berufskrankheit war zuvor von zwei Behörden abgelehnt worden. Zweieinhalb Jahre lang kämpfte sie vor Gericht um die Anerkennung. Die Entscheidung ermöglicht es Lainault nun, früher in den Ruhestand zu gehen.

In Frankreich ist Brustkrebs bislang nicht in der Liste der anerkannten Berufskrankheiten aufgeführt. Eine Anerkennung als Berufskrankheit ist daher mit hohen rechtlichen Hürden verbunden. Quelle: https://www.aerzteblatt.de/news/flugbegleiterin-in-frankreich-brustkrebs-als-berufskrankheit-anerkannt-5d9ff594-3428-46ec-9ee2-ab8b6932d2d8?utm_medium=email&utm_source=CR&utm_campaign=NL-DAE_Tagesaktuelle-Nachrichten&utm_content=Mailing_20260828 / am 

Chargenrückruf: Pantoprazol beta 40 mg magensaftresistente Tbl.

Die Firma betapharm Arzneimittel GmbH ruft Folgendes zurück: Pantoprazol beta 40 mg magensaftresistente Tabletten, 30 und 100 Stück (PZN 19211515 und 19211544) mit den Ch.-B.: CV250342 und CV250344.

Grund des Rückrufs ist, dass vereinzelte Packungen ohne vorliegende Marktfreigabe durch die sachkundige Person in Verkehr gegangen sind. Außerdem wurde eine Abweichung von der gültigen Spezifikation beim Parameter „Wirkstofffreisetzung“ festgestellt

Apotheken werden gebeten, ihre Lagerbestände zu überprüfen und alle noch vorhandenen Packungen über den pharmazeutischen Großhandel mithilfe des APG-Formulars zur Gutschrift zurückzugeben. Quelle: AMK / am 

RSV-Prophylaxe: Clesrovimab soll erstattungsfähig werden

Für die RSV-Prophylaxe bei Neugeborenen und Säuglingen soll der Versorgungsanspruch gesetzlich Versicherter künftig auch auf den monoklonalen Antikörper Clesrovimab ausgeweitet werden. Bislang besteht dieser Anspruch nur für Nirsevimab. Clesrovimab ist seit Juni 2026 in Deutschland verfügbar.

Für die Apotheke bedeutet die geplante Erweiterung eine zusätzliche Option bei der RSV-Prophylaxe. PTA sollten die Entwicklung bei der Erstattung im Blick behalten und Eltern bei Fragen zu den verfügbaren Präparaten entsprechend informieren. 

Die Änderung soll die Versorgungssicherheit insbesondere während der RSV-Saison verbessern. Quelle: Deutsches Ärzteblatt / vs 

Compeed® erweitert Sortiment um Wundpflaster

HV-Aufsteller von Compeed mit verschiedenen Wundpflaster-Verpackungen
HV-Aufsteller von Compeed | Bild: Compeed

Compeed® bringt mit den MULTI-WUNDPFLASTERN SmartSkin™ erstmals Hydrokolloid-Technologie für die Versorgung von Alltagswunden auf den Markt. 

Die wasserfesten Pflaster sind für kleinere Schnitt- und Schürfwunden sowie leichte Verbrennungen geeignet. Sie schaffen ein feuchtes Wundheilungsmilieu, schützen vor äußeren Einflüssen und können Schmerzen lindern.

Für die Apotheke stehen die Varianten Mittel, Groß und Finger jeweils als Einzelpackung und als Mix-Version zur Verfügung. Die Pflaster haften laut Hersteller bis zu 72 Stunden und bieten damit eine weitere Option für die Beratung bei kleineren Alltagswunden. Quelle: Pressemitteilung Compeed / vs 

Zulassung für mRNA-Influenzaimpfstoff mFLUSIVA

Mit mFLUSIVA hat die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) erstmals einen mRNA-basierten Influenzaimpfstoff von Moderna für Erwachsene ab 50 Jahren zugelassen. Wie die Gelbe Liste berichtet, soll der Impfstoff in den USA zur Grippesaison 2026/2027 verfügbar sein.

In klinischen Studien traten unter mFLUSIVA lokale und systemische Impfreaktionen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Myalgien häufiger auf als unter dem jeweiligen Vergleichsimpfstoff.

Die meisten unerwünschten Ereignisse waren jedoch leicht bis mäßig ausgeprägt. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden in beiden Studienarmen nur selten beobachtet. Quelle: https://www.gelbe-liste.de/pneumologie/fda-zulassung-mflusiva-mrna-influenzaimpfstoff / am 

Chargenrückruf: Coversum® Arginin 5 mg und 10 mg Filmtabletten

Die Firma Servier Deutschland ruft vorsorglich bestimmte Chargen von Coversum® Arginin 5 mg und 10 mg Filmtabletten zurück. 

Grund ist eine im Ausland festgestellte Arzneimittelverwechslung: In einzelnen Behältnissen befanden sich statt Perindopril-Tabletten solche mit der Kombination aus Perindopril und Bisoprolol.

Betroffen sind:

  • Coversum® Arginin 5 mg, 30 Stück: Ch.-B. A400901, A500361
  • Coversum® Arginin 10 mg, 30 Stück: Ch.-B. A501991

Apotheken sollen ihre Lagerbestände prüfen und Packungen der betroffenen Chargen über den pharmazeutischen Großhandel zur Gutschrift zurücksenden. Quelle: AMK / vs 

40 Jahre Aliud Pharma

Aliud Pharma feiert 2026 sein 40-jähriges Bestehen. Seit der Gründung 1986 versorgte das Unternehmen Apotheken mit Generika und OTC-Arzneimitteln. Heute umfasst das Sortiment mehr als 3.200 Artikel.

Für Apothekenteams bietet die Aliud Fachwelt digitale Bestellmöglichkeiten sowie praktische Materialien für den Beratungsalltag – von Dosierungsetiketten und Patientenbroschüren bis zu Demo-Devices. Ergänzt wird das Angebot durch persönlichen Innendienst und eine 24/7-Hotline.

Damit setzt Aliud Pharma auch nach 40 Jahren auf einen direkten, serviceorientierten Austausch mit der Apotheke. Quelle: daz.online / br 

Neue Sondennahrung NutriChef

drei Verpackungen von NutriChef auf dem HV-Tisch
Drei Varianten von NutriChef: Frucht Smoothie Style, Gemüsesuppe Style und Hähnchen Mix Style. | Bild: © Fresenius Kabi 

Fresenius Kabi erweitert sein Sortiment für die enterale Ernährung um NutriChef, eine neue vollbilanzierte Sondennahrung auf Basis natürlicher Lebensmittelzutaten. Drei Varianten – Frucht Smoothie Style, Gemüsesuppe Style und Hähnchen Mix Style – sollen für mehr Abwechslung und ein vertrauteres Mahlzeitenerlebnis im Ernährungsalltag sorgen.

Die Rezepturen enthalten laut Hersteller mehr als 75 % natürliche Lebensmittelzutaten und insgesamt 21 pflanzliche Zutaten. NutriChef ist für das Diätmanagement bei bestehender oder drohender Mangelernährung bestimmt und darf nur unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden.

Für PTA bietet das Produkt eine weitere Option für die Beratung von Patienten mit enteraler Ernährung sowie deren Angehörigen. Quelle: Fresenius Kabi / vs 

WHO warnt: Rauchen mindert die Chance auf eine Schwangerschaft

Rauchen kann die Chancen auf eine Schwangerschaft verringern und sowohl bei Frauen als auch bei Männern mit Fruchtbarkeitsproblemen in Verbindung stehen. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, geht dies aus einer Auswertung wissenschaftlicher Studien aus den Jahren 2000 bis 2026 hervor.

Bei Männern kann Tabakkonsum demnach die Spermienqualität beeinträchtigen, während bei Frauen das Risiko für Unfruchtbarkeit steigt. Raucherinnen haben laut WHO ein um 40 Prozent höheres Risiko für Unfruchtbarkeit als Nichtraucherinnen. Ein Rauchstopp kann dieses Risiko demnach um 25 Prozent reduzieren.

Die WHO warnt zudem vor den Auswirkungen des Passivrauchens auf die Fruchtbarkeit. Wie groß die Belastung durch Passivrauch weltweit ist, zeigt eine im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlichte Studie: Demnach waren im Jahr 2023 mehr als 2,7 Milliarden Menschen Passivrauch ausgesetzt, darunter 767 Millionen Kinder. Quelle: WHO / am 

Versorgungsmangel bei Digitoxin und Digoxin

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat einen Versorgungsmangel bei Digitoxin- und Digoxin-haltigen Arzneimitteln festgestellt. Die Wirkstoffe werden unter anderem bei lebensbedrohlichen Herzerkrankungen eingesetzt; eine gleichwertige Therapiealternative steht nicht zur Verfügung.

Für Apotheken bedeutet die Feststellung, dass die zuständigen Landesbehörden unter bestimmten Voraussetzungen befristete Ausnahmen von den arzneimittelrechtlichen Vorgaben erlauben können. Bei Fragen zur konkreten Versorgungssituation sollten sich Apotheken an die zuständige Behörde wenden.

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) bittet zudem darum, Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit dem Versorgungsmangel zu melden. Quelle: AMK / vs 

Plozasiran senkt Triglyceride bei familiärem Chylomikronämie-Syndrom

Mit Redemplo® (Plozasiran) ist ein neues Arzneimittel zur Behandlung des familiären Chylomikronämie-Syndroms in Deutschland erhältlich. Der Wirkstoff senkt die Triglyceridwerte im Blut und soll dadurch das Risiko einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) verringern. Die Behandlung wird mit einer fettarmen Ernährung kombiniert.

Für die Apotheke wichtig: Redemplo® wird als Fertigspritze im Kühlschrank bei 2 bis 8 °C gelagert. Nach der Abgabe kann das Arzneimittel bis zu 30 Tage bei 15 bis 25 °C aufbewahrt werden. 

Die Patienten spritzen sich 25 mg alle drei Monate unter die Haut, etwa in den Bauch oder Oberschenkel. PTA sollten bei der Abgabe insbesondere auf die richtige Lagerung und Anwendung hinweisen. Quelle: daz.online / sdi 

BMG stellt Versorgungsmangel bei Ebola-Arzneimitteln fest

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat einen Versorgungsmangel bei zugelassenen Impfstoffen und Therapeutika zur spezifischen Prophylaxe und Behandlung von Ebolavirus-Erkrankungen festgestellt. Hintergrund ist die derzeit eingeschränkte Verfügbarkeit entsprechender Arzneimittel.

Für Apotheken wichtig: Die Feststellung ermöglicht den zuständigen Landesbehörden, unter bestimmten Voraussetzungen befristete Ausnahmen von den Vorgaben des Arzneimittelgesetzes zu gestatten. Bei Fragen sollen sich Apotheken daher an die zuständige Behörde wenden. 

Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken im Zusammenhang mit dem Versorgungsmangel sollen der AMK gemeldet werden. Quelle: AMK / vs 

Kaletra und Norvir: Vertrieb wird voraussichtlich 2027 eingestellt

Die HIV-Arzneimittel Kaletra® (Lopinavir/Ritonavir) und Norvir® (Ritonavir) sollen voraussichtlich bis Sommer 2027 deutschlandweit nicht mehr vertrieben werden. Grund ist laut Hersteller der deutlich gesunkene Bedarf infolge der Weiterentwicklung der HIV-Therapie.

Für die Apotheke bedeutet das: Betroffene Patienten sollten frühzeitig über die geplante Vertriebseinstellung informiert werden. Eine Umstellung auf geeignete Therapiealternativen soll gemäß den geltenden Behandlungsleitlinien erfolgen. Quelle: AMK / vs