Aktuelle Kurzmeldungen zur Corona-Pandemie

Donnerstag 07.05.2020

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Die Entwicklung der Corona-Krise ist sehr dynamisch. Um Sie zeitnah mit apothekenrelevanten Neuigkeiten zu versorgen, fassen wir laufend die wichtigsten Meldungen zum Thema für Sie zusammen.

16:20 Uhr: Gilead sucht Partnerunternehmen für Remdesivir-Herstellung

Das Virostatikum Remdesivir gilt als großer Hoffnungsträger in der aktuellen Coronavirus-Pandemie: Als bisher einziges Medikament ist es zur Behandlung von Patienten mit schweren COVID-19-Verläufen zugelassen – wenn auch nur in den USA und per Notfallgenehmigung. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA berät derzeit, ob sie nachziehen soll. Der Hersteller Gilead sucht bereits nach Möglichkeiten, seine Produktionskapazitäten auszuweiten.

Quelle: daz.online/crm

14:08 Uhr: Mit UV-Strahlung gegen SARS-CoV-2

Das spanische Militär will ab sofort auch UV-Strahlung im Kampf gegen das Coronavirus einsetzen. Mittels eines in Deutschland produzierten Roboters namens tEODor, der eigentlich für Entschärfungsaufgaben entwickelt wurde, sollte am heutigen Donnerstag zunächst die Universitätsklinik von Valencia mit ultraviolettem Licht desinfiziert werden, wie spanische Medien unter Berufung auf die Streitkräfte berichteten. Der Roboter wurde mit einer UV-Lampe ausgerüstet, die per Fernbedienung aktiviert werden kann.

Auch in anderen Ländern wird die Technologie bereits erprobt. So setzt die Hamburger Europa-Passage bereits seit April auf UV-Bestrahlung der Oberflächen und Rolltreppen. Dort wurde eine Anlage eingebaut, mit der mittels Hochleistungs-UV-Lampen Keime, Bakterien und Viren sowie Pilze abgetötet werden sollen. Auch in Singapur wurde Medien zufolge ein Roboter zur Desinfizierung mit UV-Strahlung entwickelt.

Mikroorganismen wie Viren und Bakterien können von UV-Strahlung in Sekundenschnelle unschädlich gemacht werden – ganz ohne Zugabe von Chemikalien.

Quelle:dpa/sn

11:50 Uhr: Erste kleine Erfolge mit Antikörpern im Labor

Weltweit melden mehrere Forscher erste kleine Erfolge bei der Suche nach Antikörpern als Mittel gegen eine Corona-Erkrankung. So berichten niederländische Forscher im Fachblatt „Nature Communications“, sie hätten im Labor einen menschlichen Antikörper hergestellt, der bei Zellversuchen das Coronavirus ausschalten kann. Der Antikörper habe das Potenzial, Covid-19 zu verhindern oder zumindest zur Behandlung eingesetzt zu werden, schreiben die Forscher. Auch andere Forschergruppen, etwa aus Israel und Deutschland, arbeiten an solchen Antikörpern. Ob die Blockade auch im menschlichen Körper funktioniert, ist allerdings noch unklar.

Bislang konnten die Forschergruppen die prinzipielle Wirksamkeit dieser hergestellten Antikörper gegen Sars-CoV-2 nur im Labor zeigen. Das ist ein erster Schritt, doch bislang gibt es weder Tests an Tieren noch an Menschen. Vor einer Anwendung als Medikament sind noch viele weitere Schritte nötig. Bislang ist auch offen, wie lange eine direkte Gabe der Antikörper Schutz verleihen könnte.

Quelle:dpa/sn

11:30 Uhr: Maskenpflicht in Bayern bleibt in Kraft

Die Maskenpflicht im Einzelhandel und in öffentlichen Verkehrsmitteln in Bayern bleibt in Kraft: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte es am Donnerstag ab, die Vorschrift per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen. Der zuständige Senat sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit größeres Gewicht habe als die zeitlich befristete und nur die Lebensbereiche des Einkaufens und des Personennahverkehrs betreffende Einschränkung der Freiheitsgrundrechte durch die Maskenpflicht, teilte das Gericht mit.

Quelle:dpa/sn

10:48 Uhr: MensSana verschenkt 50.000 Masken an Apotheken

Um „etwas für die zu tun, die an vorderster Front stehen“, hat das Team der MensSana hunderte CarePakete gepackt und an langjährige Partner-Apotheken versendet. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor. Neben Atemschutzmasken würden mit den Paketen auch Produkte zur Unterstützung des Immunsystems versendet.

Quelle: MensSana/sn

10:30 Uhr: Aushilfsjobs in systemrelevanten Bereichen werden nicht auf Bafög angerechnet

Der Bundestag hat am heutigen Donnerstag Anreize für Bafög-Empfänger beschlossen, in der Corona-Pandemie in systemrelevanten Bereichen auszuhelfen. Wer in der aktuellen Krise neben Studium und Ausbildung eine Aufgabe im Gesundheits- oder Sozialwesen oder in der Landwirtschaft übernommen oder Arbeitszeit dort aufgestockt hat, dessen Einkünfte sollen nicht auf das Bafög angerechnet werden. Das ausgezahlte Bafög soll trotz dieser Nebeneinkünfte unverändert hoch bleiben.

Diese Regelung könnte auch für PTA-Schüler, PKA-Azubis sowie Pharmaziestudenten interessant sein.

Quelle: dpa/sn

 

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