Aktuelle Kurzmeldungen zur Corona-Pandemie

Woche vom 08. bis 12.06.2020

Bild: ezstudiophoto / stock.adobe.com

Auch in dieser Woche halten wir Sie in Sachen Corona-Krise auf dem Laufenden und fassen die wichtigsten apothekenrelevanten Meldungen zum Thema für Sie zusammen.

Freitag, den 12.06.2020

Antikörpertest für zu Hause: welche Testvarianten gibt es?

Schnelltests auf Corona, die ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest eine überstandene SARS-CoV-2-Infektion anzeigen sollen, boomen derzeit im Netz – aber sie eignen sich nur bedingt. Die TeleClinic, eine Online-Arztpraxis, bietet nun einen Antikörper-Selbsttest an, bei dem zu Hause ein paar Blutstropfen aus der Fingerkuppe entnommen und dann in ein Labor zur Auswertung geschickt werden. Wir haben uns beide Testvarianten angeschaut.

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Quellen: PM TeleClinik, RKI, Bundesgesundheitsministerium / cn

Wie wirkt die Temperatur auf SARS-CoV-2?

Eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus geschieht nach derzeitigem Kenntnisstand in erster Linie per Tröpfcheninfektion. Doch auch über Oberflächen scheint eine Übertragung möglich zu sein. Forscher haben dazu den Einfluss der Temperatur untersucht – und überraschende Erkenntnisse gewonnen.

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Quelle: Ruhr-Universität Bochum (RUB) / wf / cn

Visiere statt Masken – eine Alternative?

Immer mehr Menschen greifen anstelle von Masken auch zu Visieren. Diese Plastikkonstruktionen ermöglichen ein leichteres Atmen, verständlicheres Sprechen und ein sichtbares Lächeln. Doch ist ihr Nutzen als Virenbarriere eher umstritten. Denn aufgrund der großen Abstände zwischen Visier und Gesicht können sich Aerosole leichter verbreiten.

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Quelle: dpa/sn

 

 

Mittwoch, den 10.06.2020

Große Corona-Studie an Düsseldorfer Kitas gestartet

In Nordrhein-Westfalen hat eine große Untersuchung zum Corona-Infektionsgeschehen bei Kindern begonnen. An der Studie in 110 Düsseldorfer Kitas nehmen seit heute 5150 Kinder und Erzieherinnen teil, wie das NRW-Familienministerium mitteilte. Zugleich wird damit die Rückkehr zum – eingeschränkten – Regelbetrieb in den Kitas wissenschaftlich überwacht.

Angestellte und Kinder sollen zwei Mal wöchentlich eine Probe abgeben. Insgesamt sollen mehr als 40.000 Speichelproben untersucht werden. Ziel sei es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob es in den Kita-Gruppen zu Infektionen und davon ausgehend zu Infektionsketten im Umfeld kommt. „Die Ergebnisse werden uns wichtige Daten zum Infektionsgeschehen bei Kindern liefern, auf deren Grundlage wir den Gesundheitsschutz in unseren Kindertageseinrichtungen weiter verbessern können“, erklärte Familienstaatssekretär Andreas Bothe.

An der Studie nehmen 3920 Kinder und 1230 Fachkräfte teil. Eine umfassende Auswertung der Ergebnisse ist für Juli vorgesehen. In welchem Ausmaß Kinder bei Corona zu den Treibern der Ausbreitung gehören, ist bisher nicht abschließend geklärt. Untersuchungen wie die in Düsseldorf und anderen Städten sollen bei der Klärung helfen.

Quelle: dpa

Virologe Streecke kritisiert Corona-App

Der Bonner Virologe Hendrick Streeck steht dem Nutzen der von der Bundesregierung geplanten Corona-App skeptisch gegenüber. Sie käme „ein bisschen spät“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Vor allem wisse man nicht, „ob sie überhaupt etwas dazu beitragen kann, in Deutschland eine Pandemie zu kontrollieren“. 

Die von der Bundesregierung lange geplante App für den Kampf gegen das Coronavirus soll in der kommenden Woche an den Start gehen. Sie soll helfen, Infektionsketten leichter zu erkennen und nachzuverfolgen. Was die App leisten kann und was nicht, lesen Sie hier.

Quelle: dpa/sn

Mehrere Coronafälle in Dortmunder Klinik

Im Klinikum Dortmund ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Wie die Stadt auf Anfrage am heutigen Mittwoch mitteilte, wurden vom Gesundheitsamt acht Mitarbeiter und vier Patienten positiv getestet. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Man berate derzeit in einem Krisenstab. Die „Ruhr Nachrichten“ hatten zuvor über den Ausbruch berichtet. Man habe die Lage im Griff, zitierte die Zeitung eine Stadtsprecherin. Kontakte würden nachverfolgt und weitere Tests durchgeführt.

Quelle: dpa /sn

Virologe übt Kritik an Mund-Nasen-Schutz

Der Virologe Hendrik Streeck äußert sich zum Einsatz von Atemmasken im Alltag skeptisch. Und auch die WHO sieht den Einsatz von Atemmasken im Alltag nicht ganz unkritisch. Denn zu häufig wird der Mund-Nasen-Schutz in der Bevölkerung falsche angewendet und gepflegt.

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Quelle: dpa/jh

Infektiologe: Demonstrationen könnten Aufschluss zur Coronaausbreitung geben

Die großen Anti-Rassismus-Demonstrationen in mehreren deutschen Städten am vergangenen Wochenende könnten nach Einschätzung des Infektiologen Gerd Fätkenheuer eine „ungeplante Studie“ zur Corona-Pandemie sein. Es könne aufschlussreich sein zu beobachten, wie sich das Infektionsgeschehen nun weiter entwickle, sagte der Wissenschaftler dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ .

Die Auswertung „könnte sehr wichtige Aufschlüsse liefern – mitsamt der Konsequenz, dass weitere politische Lockerungen beschlossen werden könnten, wenn keine vermehrten Infektionen auftreten“. Dann wäre für ihn die Folgerung denkbar, „dass man diese Art der Zusammenkunft bei vernünftigem Verhalten der Teilnehmer erlaubt“.

Fätkenheuer ist Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Köln und war von 2013 bis 2019 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie.

Quelle: dpa/sn

So hat Corona den Kontakt zwischen Kunden und Apotheken verändert

Die Kontaktbeschränkungen während der Coronavirus-Pandemie wirken sich auch auf den Kontakt zwischen Kunden und Apotheken aus. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Der Wunsch nach digitalen Angeboten, wie z. B. einer zentralen Online-Bestellplattform und digitalen Beratungsangeboten, wächst. Auf den Versandhandel schwenken dennoch nur wenige um (lediglich 5 Prozent) - zu wichtig sind den Menschen Beratung und Vertrauen.

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Quelle: daz.online/crm

Dienstag, den 09.06.2020

Mehr Corona-Tests ohne Symptome

Tests auf das Coronavirus können künftig deutlich ausgeweitet werden – und zwar auch ohne Krankheitsanzeichen und besonders in sensiblen Bereichen. Das legt eine am heutigen Dienstag in Kraft tretende Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fest. „Wir wollen das Virus im Keim ersticken“, sagte der CDU-Politiker. „Das geht nur mit präventiven Reihentests in Krankenhäusern und Pflegeheimen und wenn wir möglichst alle Kontaktpersonen von Infizierten testen.“ Am Geld solle dies nicht scheitern. „Es ist viel teurer, zu wenig zu testen, als zu viel zu testen“, sagte Spahn.

Konkret sollen nun grundsätzlich alle Patienten getestet werden, die im Krankenhaus aufgenommen werden. Daneben können Gesundheitsämter oder Ärzte Tests für Menschen ohne Symptome veranlassen. Die Kosten von 50 Euro pro Test übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Möglich werden damit etwa umfassende Tests bei engen Kontakten zu Infizierten – zum Beispiel auch, wenn die geplante freiwillige Corona-Warn-App für Smartphones einen solchen Kontakt meldet. Möglich werden demnach auch breite Tests bei Corona-Ausbrüchen in Kitas oder Schulen sowie regelmäßige Reihentests in Kliniken und Pflegeheimen.

Die Regelungen zur Kostenübernahme gelten rückwirkend zum 14. Mai, auch für Privatpatienten und Menschen ohne Krankenversicherung. Bisher gibt es Tests auf Kassenkosten in der Regel nur bei konkretem Infektionsverdacht, also bei Menschen mit Symptomen.

Quelle: dpa/sn

Thüringen: Das Ende der Kontaktbeschränkungen

In Thüringen werden die wegen der Corona-Pandemie erlassenen Kontaktbeschränkungen am 13. Juni aufgehoben. In einer neuen Grundverordnung wird lediglich empfohlen, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen. Die Verordnung hat das Kabinett am Dienstag beschlossen.

Quelle: dpa/sn

Remdesivir: Zulassung in der EU beantragt

Das US-Pharmaunternehmen Gilead hat offiziell die begrenzte Zulassung von Remdesivir als Mittel gegen COVID-19 auf dem europäischen Markt beantragt. Das teilte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am gestrigen Montag in Amsterdam mit. Die Prüfung der vorgelegten Daten und die Abwägung von Wirkung und Risiken soll nach einem verkürzten Verfahren erfolgen. Mit einer Entscheidung werde „in einigen Wochen“ gerechnet. Damit wäre Remdesivir das erste zugelassene Medikament gegen COVID-19 in Europa.

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Quelle: dpa/sn

Neuer Schnelltest auf COVID-19

Irische Wissenschaftler haben die Genehmigung erhalten, einen neuen Schnelltest für COVID-19 auf den Markt zu bringen. Das tragbare Diagnosesystem soll die gleichzeitige Untersuchung von vier Proben ermöglichen und eine bestehende Infektion innerhalb von 30 Minuten zuverlässig anzeigen können. Laut Unternehmen besitze der Test dabei eine den aktuellen PCR-Systemen gleichwertige Empfindlichkeit.

Entwickelt wurde der Test im Rahmen eines EU-Projekts.

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Quelle: daz.onlien/hb

Desinfektionsmittel-Spenden an Apotheken und Hebammen in Rheinland-Pfalz

Im Rahmen verschiedener Spenden und Aktionen erhielten die öffentlichen Apotheken sowie die Hebammen des Landes Rheinland-Pfalz Desinfektionsmittel zum eigenen Schutz. In enger Zusammenarbeit mit der Landesapothekerkammer und durch Unterstützung von Pharmaziestudierenden wurde die Herstellung und Verteilung der Spenden organisiert.

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Quelle: daz.online/ms

Montag, den 08.06.2020

Studien: Corona-Maßnahmen retteten zahlreiche Leben

Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben Analysen zufolge allein in elf europäischen Ländern bis Anfang Mai etwa 3,1 Millionen Todesfälle verhindert. Der großangelegte Lockdown samt Grenzschließungen, Kontaktsperren und Schulschließungen habe eine Kontrolle des Pandemie-Verlaufs ermöglicht, berichtet ein britisches Forscherteam um Seth Flaxman vom Imperial College London (Großbritannien) nach der Analyse der Todesfallzahlen im Fachmagazin „Nature“. Wenn der gegenwärtige Trend anhalte, bestehe Anlass zu Hoffnung.

Bis zum 6. April hätten die Maßnahmen rund 530 Millionen Infektionen allein in sechs Ländern verhindert, berichtet ein zweites Forscherteam ebenfalls in „Nature“. Sie hatten den Infektionsverlauf bis zu diesem Stichtag in China, Südkorea, Italien, Iran, Frankreich und den USA analysiert. Ich denke, kein anderes menschliches Unterfangen hat jemals in so kurzer Zeit so viele Leben gerettet“, sagte Studienleiter Solomon Hsiang von der UC Berkeley (USA).

Quelle:dpa/sn

Berlin: Maskenpflicht gilt in Apotheken auch bei Plexiglasscheiben

Müssen Kunden in Apotheken und die Apothekenmitarbeiter selbst eine Atemschutzmaske tragen, auch wenn der Inhaber Plexiglasscheiben aufgebaut hat? Diese Frage hat der FDP-Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus Stefan Förster dem Senat gestellt. Die Antwort fällt knapp aus: Der Mund-Nasen-Schutz ist in allen Geschäften Pflicht – ganz egal, ob es andere Vorkehrungen bereits gibt.

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Quelle: daz.online/bro

Mehr als 400.000 Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit mehr als 400.000 Menschen infolge einer COVID-19-Erkrankung gestorben. Das ging am Sonntag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die meisten Opfer haben demnach die USA zu beklagen, hier starben rund 110.000 Menschen. An zweiter Stelle lag Großbritannien mit mehr als 40.000 Toten, gefolgt von Brasilien mit mehr als 35.000 Todesopfern. Weltweit wurden von der Universität fast sieben Millionen Infektionen seit Beginn der Pandemie verzeichnet, 1,9 Millionen davon in den USA.

Die Opferzahl in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, ist weltweit die bislang höchste in absoluten Zahlen. Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten jedoch in einigen europäischen Ländern höher. In den USA starben den Daten der Johns-Hopkins-Universität zufolge rund 33 Menschen pro 100.000 Einwohner. In Frankreich liegt dieser Wert gerundet bei 43, in Schweden bei 45, in Italien bei 56 und in Großbritannien bei 61 – in Deutschland hingegen bei 10.

Die Webseite der Hopkins-Uni wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Experten gehen in jedem Fall von einer hohen Dunkelziffer aus.

Quelle: dpa

Corona-Maßnahmen reduzieren auch Häufigkeit leichter Infekte

Die deutschen Hausärzte registrieren aktuell wegen der Corona-Maßnahmen ein allgemein geringeres Ansteckungsrisiko mit leichten Infekten. „Durch die Abstandsregeln und das verstärkte Hygieneverhalten ist das allgemeine Ansteckungsrisiko im Moment insgesamt niedriger als sonst“, sagte Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Viele leichtere Infektionskrankheiten werden vermieden. Dazu gehören Erkältungskrankheiten, grippale Infekte aber auch Magen-Darm-Infekte.“

Weigeldt warb dafür, viele Maßnahmen auch nach dem Ende der Pandemie beizubehalten: „Viele der Regeln, die die Deutschen in der Corona-Phase eingeübt haben, sollten auf Dauer zur Routine werden: Vor allem das häufige und gründliche Händewaschen und das Lüften.“

Auch die veränderten Abläufe in den Arztpraxen könnten beibehalten werden. „Bei Arztbesuchen gibt es in der Corona-Krise einen Lerneffekt, der Schule machen sollte: Patienten mit leichteren Infekten könnten künftig weniger in die Arztpraxen kommen, denn bei schwachen Symptomen können erfahrene Hausärzte zumeist auch am Telefon helfen.“ Bei solchen Fällen sollte es nach Ansicht von Weigeldt auch die Möglichkeit einer telefonischen Krankschreibung geben.

Quelle: dpa/sn

Positive Auswirkung: Mehr Ärzte bieten Videosprechstunden an

Als Folge der Corona-Pandemie bieten deutlich mehr Ärzte Videosprechstunden an. Das geht aus einer Studie des Health Innovation Hubs des Bundesgesundheitsministeriums und der Stiftung Gesundheit hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach bieten 52,3 Prozent der Ärzte, die an der Umfrage teilnahmen, Videosprechstunden an, 10,1 Prozent haben es kurzfristig vor. 2017 hatten nur 1,8 Prozent ein solches Angebot, 2,7 Prozent bereiteten es vor.

Auslöser für diesen deutlichen Anstieg war laut Studie vor allem die Corona-Pandemie. So gaben 94,1 Prozent der Ärzte an, diese Kommunikationsform erst im Laufe des Jahres 2020 eingerichtet zu haben. Nur 5,9 Prozent boten sie schon davor an. Auf die Frage, ob sich die aktuelle COVID-19-Pandemie auf die Nutzung von Videosprechstunden auswirkt, gab es eine deutliche Antwort: Bei fast 90 Prozent der befragten Ärzte, die Videosprechstunden anbieten, war dies der Fall.

Rund drei Viertel berichteten, dass sie jetzt deutlich mehr Videosprechstunden machen als vor der Pandemie. 60,1 Prozent empfehlen Patienten von sich aus, diese Art der Sprechstunde zu nutzen. Fast ein Drittel berichtet, dass Patienten vermehrt aktiv nach Videosprechstunden fragen. Nach dem Ende der COVID-19-Pandemie erwarten die Ärzte zwar wieder einen deutlichen Rückgang des Anteils der Videosprechstunden an ihren Patientenkontakten – allerdings auf ein Niveau, das deutlich über dem vor der Pandemie liegt.

Die größte Nutzergruppe von Videosprechstunden sind Psychologen, Psychiater und Psychotherapeuten: 86,1 Prozent von ihnen arbeiten aktuell mit Videosprechstunden oder wollen dies zeitnah tun. Auf Platz zwei und drei liegen die nicht operativ tätigen Fachärzte und Allgemeinmediziner. Hier nutzt jeweils knapp die Hälfte der Ärzte die Möglichkeiten.

Quelle: dpa/sn

Mehr depressive Symptome durch Corona-Beschränkungen

Während der coronabedingten Einschränkungen hat sich die Belastung mit schweren depressiven Symptomen in der Bevölkerung nach ersten Ergebnissen einer Online-Befragung wohl merklich verstärkt. Vor allem für die Gruppe der 18- bis 25-Jährigen sei ein Anstieg im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie zu beobachten, sagte Youssef Shiban, Professor für Klinische Psychologie an der Privaten Hochschule Göttingen (PFH). Das sei auch deshalb bedenklich, weil die Suche nach einem Psychotherapieplatz schon vor der Corona-Krise mit deutlichen Wartezeiten verbunden gewesen sei.

Es gebe Hinweise, dass Auswirkungen von Quarantänemaßnahmen wie Depressivität und Stressreaktionen längerfristig bestehen bleiben könnten, so Shiban. Bisher nahmen rund 2000 Menschen online an der Befragung teil. Geplant ist ein Vergleich zwischen Bundesländern sowie mit Norwegen und Kanada.

Die Forscher verwenden den sogenannten ISR-Fragebogen – ein Instrument, mit dem Symptome für psychische Störungen erfasst werden. Gemäß der Normstichprobe des ISR wäre ein Anteil von schwerer Depressivität in der Allgemeinbevölkerung von einem Prozent zu erwarten, sagte Shiban. „In unserer Studie konnten wir hingegen einen Anteil schwerer Depressivität von fünf Prozent beobachten.“

Quelle: dpa/sn

Neuseeland: Kein aktiver Infektionsfall mehr

Neuseeland hat das Coronavirus nach eigenen Angaben besiegt. Wie das Gesundheitsministerium am heutigen Montag bekannt gab, hat der letzte Patient im Land, eine Frau aus Auckland, seit 48 Stunden keinerlei Symptome mehr und gilt als genesen. Sie dürfe nun aus der Isolation entlassen werden. Da es damit keinen einzigen aktiven Infektionsfall mehr in Neuseeland gibt, werde man die Corona-Einschränkungen aufheben, kündigte die Regierung an.

Das Land hatte insgesamt 1504 bestätigte und mögliche Infektionsfälle gemeldet. 22 Menschen erlagen in Neuseeland der Lungenkrankheit.

Quelle: dpa/sn

COVID-19-Studien in Lancet und NEJM zurückgezogen

Die Autoren zweier in den renommierten Fachjournalen Lancet und New England Journal of Medicine veröffentlichten COVID-19-Studien haben diese zurückgezogen. Es ging um die Wirksamkeit von Hydroxychloroquin und Chloroquin beziehungsweise das Risiko von ACE-Hemmern und Sartanen bei SARS-CoV-2-Infektionen. Die WHO hatte aufgrund der Lancet-Daten sogar den Hydroxychloroquin-Arm ihrer Solidarity-Studien ausgesetzt. Studien-Erstautor Professor Mehra gestand nun ein, seine Datenquelle Surgisphere nicht ausreichend geprüft zu haben. Auch im Peer-Review-Verfahren fiel die mangelhafte Datenbank nicht auf, was an der Integrität der Journale zweifeln lässt.

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Quelle: daz.online/cm

 

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