Aktuelle Kurzmeldungen zur Corona-Pandemie

Woche vom 10. bis 14.08.2020

Russland lässt ersten Corona-Impfstoff zu, UBA empfiehlt Stoßlüften gegen SARS-CoV-2 und AstraZeneca will seinen Impfstoff zum Selbstkostenpreis anbieten – was es diese Woche in puncto Corona-Krise Neues gibt, lesen Sie hier. Wir fassen laufend apothekenrelevante Meldungen für Sie zusammen.

Freitag, den 14.08.2020

RKI: Hohe Dunkelziffer bei Infektionen in Kupferzell

Bei einer Antikörperstudie zum Corona-Hotspot im baden-württembergischen Kupferzell hat das Robert Koch-Institut (RKI) eine hohe Dunkelziffer nicht über Tests erfasster Infektionen ermittelt. Danach gab es in der 6.000-Einwohner-Gemeinde im Hohenlohekreis fast vier Mal (3,9) so viele Infizierte wie bisher bekannt waren, erklärten Forscher das RKI am Freitag in Kupferzell. Bei 7,7 Prozent der 2.203 getesteten Erwachsenen seien Antikörper gegen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Selbst ein solcher im Bundesvergleich relativ hoher Wert reiche aber nicht aus, um eine befürchtete „zweite Welle“ zu verhindern, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade.

Bei mehr als einem Viertel (28,2 Prozent) der Testpersonen in Kupferzell mit einem vorherigen positiven Corona-Befund seien keine Antikörper gefunden worden, erklärte die Studienleiterin Claudia Santos-Hövener. Das bedeute jedoch nicht, dass keine Immunität gegen das Virus bestehe. Etwa jeder sechste positiv getestete Proband (16,8 Prozent) hatte keine typischen Krankheitssymptome.

In Kupferzell war es in den Wochen nach einem Kirchenkonzert am 1. März zu mehr als 100 bekannten Infektionsfällen gekommen, drei Betroffene waren gestorben. In seiner Studie „Corona Monitoring lokal“ untersucht das RKI neben Kupferzell auch das Infektionsgeschehen an drei weiteren Hotspots. Insgesamt sollen die Daten von 8.000 Menschen erhoben werden.

Quelle: dpa/sn

Experiment: Konzerte in Zeiten von Corona

Wie müssen Großveranstaltungen aussehen, ohne dass sich gleich große Ausbruchsherde bilden? Forscher der Uniklinik Halle wollen zumindest für geschlossene Veranstaltungsräume in einem deutschlandweit wohl einzigartigen Experiment unter dem Titel „Restart-19“ Antworten auf diese Frage finden.

Dazu sollen am kommenden Samstag (22. August) bis zu 4.000 freiwillige, gesunde Probanden zu einem Pop-Konzert des Sängers Tim Bendzko kommen. Die Konzertbesucher sollen dabei möglichst das tun, was sie auch sonst tun: Zur Bühne laufen, auf die Toilette gehen oder Getränke kaufen.

Jeder Teilnehmer bekommt einen Contact Tracer umgehängt, ein Gerät das ständig den Abstand zu anderen Personen misst. Zusammen mit Sensoren unter der Hallendecke lassen sich so Bewegungsdaten erheben. Außerdem soll fluoreszierendes Desinfektionsmittel ausgegeben werden, um nach der Veranstaltung mit UV-Lampen zu sehen, welche Flächen besonders oft angefasst wurden. So ließen sich Flächen identifizieren, die künftig bei Veranstaltungen etwa besonders oft desinfiziert werden müssten, um Schmierinfektionen zu vermeiden.

Quelle: dpa/sn

Uni-Klinik Freiburg erhält Genehmigung für individuellen Heilversuch mit Plasma

Das Institut für Transfusionsmedizin und Gentherapie des Universitätsklinikums Freiburg kann erstmals Plasma zur Therapie von Patienten bereitstellen, die am Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankt sind. „Wir rufen seit Mitte April ehemals COVID-19-Erkrankte zur Spende auf und konnten bereits etliche Plasmen herstellen. Nachdem nun die behördliche Erlaubnis vorliegt, kann das therapeutische Plasma zum Einsatz kommen“, freut sich Prof. Dr. Toni Cathomen, Direktor des Instituts.

„Das Plasma von ehemals an COVID-19 erkrankten Menschen enthält Antikörper gegen das Virus. Studien weisen darauf hin, dass die Gabe dieses therapeutischen Plasmas das Abwehrsystem von Erkrankten darin unterstützt, das Coronavirus zu bekämpfen“, ergänzt Dr. Markus Umhau, Leitender Arzt Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum.

Um diese Art von Therapie kontinuierlich anbieten zu können, ruft das Universitätsklinikum Freiburg weiterhin Menschen zur Plasmaspende auf, die nachweislich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert waren und wieder genesen sind. Das von der Blutspendezentrale gesammelte Plasma von COVID-19-Genesenen wird im „individuellen Heilversuch“ therapeutisch am Universitätsklinikum eingesetzt.

Quelle: Universitätsklinikum Freiburg/sn

PEI: Impfstoff-Zulassung frühestens Ende 2020, Anfang 2021

Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 könnten nach Einschätzung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) frühestens Ende dieses, Anfang nächsten Jahres zugelassen werden. Das sagte eine Institutssprecherin am gestrigen Donnerstag. Nach Verwirrung über zurückgezogene Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bekräftigte sie damit am Donnerstag Angaben, die PEI-Präsident Klaus Cichutek zuletzt in mehreren Medien geäußert hatte.

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hatte Cichutek vor einigen Tagen gesagt: „Ich gehe derzeit davon aus, dass es Ende 2020 und Anfang nächsten Jahres Zulassungen geben wird, vorausgesetzt, die Phase-III-Prüfungsdaten sind positiv“. In diesen derzeit laufenden Studien wird überprüft, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Erste Zulassungen bedeuten nicht, dass bereits alle geimpft werden können.

In einem am Mittwochnachmittag veröffentlichten Papier des RKI war zu lesen, vorläufige Prognosen ließen die Verfügbarkeit eines Impfstoffs bis Herbst 2020 möglich erscheinen. Wenige Stunden später zog das Institut die Online-Publikation zurück, es handle sich um eine versehentlich veröffentlichte ältere Version.

Quelle: dpa/sn

EU will sich Impfstoff von Johnson & Johnson sichern

Die EU will auch von einem Pharmaunternehmen des US-Konzerns Johnson & Johnson 200 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs zum Schutz vor COVID-19 kaufen. Vorgespräche für einen entsprechenden Rahmenvertrag mit Janssen Pharmaceutica NV seien gestern abgeschlossen worden, teilten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die für Gesundheit zuständige Kommissarin Stella Kyriakides am Abend mit. Er sehe auch ein Vorkaufsrecht für weitere 200 Millionen Dosen vor.

„Für die Leben unserer Bürger und für unsere Wirtschaft brauchen wir einen sicheren und wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus“, kommentierte von der Leyen. „Die heutigen Gespräche bringen uns dem näher.“

Ähnliche Gespräche hatte die Kommission zuvor bereits mit einem Joint Venture von Sanofi und GSK abgeschlossen. Bei ihnen ging es um den Kauf von 300 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs. Finanziert werden sollen die Geschäfte über ein im Kampf gegen die Coronakrise geschaffenes Soforthilfeinstrument. Es ist mit insgesamt 2,7 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt ausgestattet.

Quelle: dpa/sn

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Aktuelle Corona-Zahlen des RKI

Neuinfektionen innerhalb eines Tages: 1.449
Infizierte seit Beginn der Krise in Deutschland: mindestens 221.413
Zahl der Todesfälle: 9.225
Überstandene Infektionen: 200.200

(Datenstand 14.8., 0.00 Uhr)

R-Wert: 0,91
Sieben-Tage-R-Wert: 1,06

(Datenstand 13.8., 0.00 Uhr)

Quelle: dpa/sn

Gute Nachricht: Bund könnte wegen Corona teure Klima-Strafen sparen

Die Bundesregierung könnte als Folge der Corona-Krise um teure Klimaschutz-Strafzahlungen herumkommen. Seit Jahren reißt Deutschland eigentlich EU-Budgets für den Treibhausgasausstoß. Anfang des Jahres ging die Bundesregierung noch davon aus, zusätzliche Verschmutzungsrechte bei anderen Staaten kaufen zu müssen. 300 Millionen Euro waren dafür schon eingeplant, der genaue Preis wäre aber Verhandlungssache gewesen. Nun hat die Denkfabrik Agora Energiewende berechnet, dass die Einschränkungen der Corona-Krise das Defizit deutlich verkleinern dürften - oder die Ziele sogar übererfüllt werden könnten.

„Deutschland wird sein EU-Klimaschutzziel für 2020 in den Bereichen Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft fast erreichen“, sagte der Direktor der Denkfabrik, Patrick Graichen, der Deutschen Presse-Agentur. „Das kommt überraschend, denn die absehbare Lücke war letztes Jahr noch recht groß.“ Corona habe die Emissionen auf ein Maß zurückgestutzt, das den Zielvorgaben entspreche. „Um das dauerhaft zu sichern, sind Sprünge hin zu klimafreundlichen Technologien nötig: mehr Elektroautos, mehr Wind- und Solaranlagen, energieeffiziente Gebäude“, mahnte Graichen.

Quelle: dpa/sn


Donnerstag, den 13.08.2020

England: Sechs Prozent Antikörper

Einer großangelegten Studie des Imperial College in London zufolge weisen etwa 3,4 Millionen der Engländer Antikörper gegen das Coronavirus auf. Das entspricht knapp sechs Prozent der Bevölkerung. Es sei wahrscheinlich, dass sie bis Ende Juni eine Coronvirus-Infektion durchgemacht hätten, teilte die Universität am Donnerstag mit.

Die Ergebnisse sollen helfen, die Pandemie zielgerichteter zu bekämpfen. Der leitende Wissenschaftler Graham Cooke warnte aber vor voreiligen Schlüssen: „Es gibt noch viele Unbekannte bei diesem neuen Virus einschließlich der Frage, inwieweit die Anwesenheit von Antikörpern einen Schutz vor künftigen Infektionen darstellt.“

Teilgenommen hatten an der Studie etwa 100.000 Menschen, die zwischen dem 20. Juni und 13. Juli zuhause einen Blut-Schnelltest (Entnahme aus der Fingerkuppe) vornahmen und die Ergebnisse anschließend auf einer Webseite hochluden. Die Teilnehmer der Studie wurden repräsentativ nach dem Zufallsprinzip ausgewählt-

Quelle: dpa/sn

China: Virus-Spuren auf Chicken-Wings

Behörden in China haben eigenen Angaben zufolge Spuren des Coronavirus auf importierten Chicken-Wings aus Brasilien und anderen Waren entdeckt. Eine Probe von der Oberfläche der Hühnerflügel sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte die südchinesische Stadt Shenzhen mit. Es seien Coronatests für alle Menschen organisiert worden, die möglicherweise den Produkten ausgesetzt waren. Alle Tests seien dabei jedoch negativ ausgefallen. Spuren von Coronaviren müssen nicht zwangsläufig infektiös sein.

China hat in den vergangenen Monaten damit begonnen, Einfuhren von Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten zu testen, die in wichtigen Häfen des Landes ankommen. So wurden nach Behörden-Angaben kürzlich auch Spuren des Virus auf importierten Meeresfrüchten in der nordostchinesischen Stadt Dalian entdeckt.

Bei einem Corona-Ausbruch in der Hauptstadt Peking hieß es im Juni, das Virus sei auf einem Schneidebrett für importierten Lachs entdeckt worden. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC gibt es kein oder nur ein sehr geringes Risiko, dass das SARS-CoV-2 über Nahrungsmittel übertragen wird.

Quelle: dpa/sn

RKI: Deutlich mehr Tests

Neben der steigenden Zahl der Neuinfektionen hat laut RKI zuletzt auch die Zahl der durchgeführten Tests deutlich zugenommen: Waren es in der Woche vom 27. Juli bis 2. August noch knapp 578 000 (übermittelt von 165 Laboren), lag die Zahl in der Woche darauf schon bei mehr als 672 000 (übermittelt von 139 Laboren). Die Werte können sich im Zuge von Nachmeldungen noch verändern, zudem können Mehrfachtestungen einzelner Menschen enthalten sein.

Die Rate positiver Tests auf SARS-CoV-2 lag in beiden Wochen bei 1 Prozent – da manche Menschen mehrfach getestet werden, bedeutet dieser Wert nicht, dass 1 Prozent der Getesteten SARS-CoV-2-positiv sind. In der Woche vom 27. April bis 03. Mai hatte die Zahl der Tests bei rund 327 000 gelegen (übermittelt von 175 Laboren). Die Positivrate lag bei 3,9 Prozent. Diese Rate sagt nach RKI-Angaben am ehesten etwas darüber aus, wie effektiv die Teststrategie ist. „Eine niedrige Prozentzahl zeigt, dass breit getestet wird und so auch eher Menschen mit zum Beispiel leichten Symptomen erfasst werden, die sonst vielleicht nicht erfasst worden wären.“

Eine Ausweitung der Testindikationen etwa für Reiserückkehrer oder eine Erhöhung der Testzahl können zu einem Anstieg der registrierten Neuinfektionen führen, da zuvor unentdeckte Fälle erkannt würden, hieß es auf Anfrage vom RKI. „Das heißt aber nicht, dass umgekehrt die steigenden Fallzahlen nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären sind.“ Testzahl und Fallzahl könnten generell nicht ins Verhältnis gesetzt werden. Zahlen dazu, wie hoch momentan der Anteil der Reiserückkehrer unter allen Getesteten ist, lägen nicht vor. Auch übergreifende Daten dazu, wie viele der Tests bei Reiserückkehrern positiv ausfallen, gebe es nicht.

Quelle: dpa/sn

Intakte Coronaviren in Aerosolen nachgewiesen

US-Forscher haben in Versuchen bestätigt, dass von Corona-Infizierten ausgestoßene Aerosole intakte Viruspartikel enthalten können. Das sei eine Bestätigung dafür, dass SARS-CoV-2 wahrscheinlich auch über die winzigen, lange in der Luft verbleibenden Schwebeteilchen übertragen werden kann. In Räumen eineinhalb oder auch zwei Meter Sicherheitsabstand zu wahren, könne mithin ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln, heißt es in der Studie. Diese ist allerdings noch nicht in einem Fachjournal veröffentlicht und damit noch nicht von unabhängigen Gutachtern geprüft.

Dass SARS-CoV-2 nicht nur über größere Tröpfchen, sondern auch über winzige Schwebeteilchen übertragen werden kann, gilt schon länger als gesichert. Unklar ist allerdings, wie groß der Anteil der Aerosole bei den Ansteckungen ist. Generell gilt das Risiko in Innenräumen als wesentlich höher als draußen, wo sich Partikel rascher verflüchtigen.

Die Forscher um John Lednicky von der University of Florida in Gainesville untersuchten nun Proben der Raumluft aus der Umgebung zweier COVID-19-Patienten in einem Klinikzimmer. Selbst aus Proben, die in fast fünf Metern Abstand zu den Patienten genommen worden waren, seien noch aktive SARS-CoV-2-Partikel isoliert worden, berichten die Forscher. Über genetische Analysen sei bestätigt worden, dass diese von dem Patienten mit COVID-19-Atemwegssymptomen im Raum stammten – und nicht etwa aus einem anderen Bereich der Klinik eingetragen wurden.

Die Analyse sagt nichts darüber aus, ob die Viruslast in der Luft ausreicht, um weitere Menschen anzustecken. Superspreader-Ereignisse etwa bei Chorproben weisen allerdings schon seit längerem darauf hin, dass Viruspartikel in Aerosolen die Infektion vieler Menschen im Umkreis zur Folge haben können.

Quelle: dpa/sn

Umweltbundesamt: Nach Niesen oder Husten Stoßlüften

Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus in Innenräumen zu vermeiden, sollte Experten des Umweltbundesamts zufolge nach jedem Niesen oder Husten sofort stoßgelüftet werden. Die „Kommission Innenraumlufthygiene“ am UBA empfiehlt weiter, in Schulen in jeder Pause „intensiv bei weit geöffneten Fenstern“ zu lüften, spätestens nach 45 Minuten Unterricht. Fenster dauerhaft gekippt zu halten, reiche dagegen in stark belegten Räumen nicht aus. Frischluft sei unabhängig von weiteren Schutzmaßnahmen wie Mindestabständen, Hygieneregeln oder Mund-Nase-Masken notwendig.

Komme es „bei einzelnen Personen zu Krankheitssymptomen wie wiederholtes Niesen oder Husten“, solle „unmittelbar gelüftet werden“, heißt es in der Stellungnahme. Das gelte nicht nur für Klassenzimmer, sondern auch Büros und Wohnungen. Räume, in denen Sport getrieben werde, sollten deutlich häufiger gelüftet werden – die Kommission empfiehlt fünfmal pro Stunde oder öfter. Wenn etwa wegen eines Familienbesuchs in Wohnungen viele Menschen in einem Raum sind, empfehlen die Experten, währenddessen zu lüften. Die Empfehlungen sollen helfen, das Risiko für die Ansteckung mit Sars-CoV-2 „deutlich zu verringern“.

Lüftungsanlagen sollten der Kommission zufolge so eingestellt werden, dass sie frische Luft in die Räume bringen und keine Abluft beimengen – von Umluft-Systemen wird also abgeraten. Auch mobile Luftreiniger halten die Experten nicht für einen geeigneten Ersatz fürs Lüften – sie könnten höchstens zusätzlich eingesetzt werden. Sogenannte „CO2-Ampeln“ könnten den Empfehlungen zufolge etwa in Schulen als „grober Anhaltspunkt“ dafür dienen, ob gelüftet werden müsse. Eine CO2-Konzentration von höchstens 1000 ppm zeige „unter normalen Bedingungen einen hygienisch ausreichenden Luftwechsel an“.

Quelle: dpa/sn

Aktuelle Corona-Zahlen des RKI

Neuinfektionen innerhalb eines Tages: 1.445
Infizierte seit Beginn der Krise in Deutschland: mindestens 219.964
Zahl der Todesfälle: 9.211
Überstandene Infektionen: 199.500
(Datenstand 13.8., 0.00 Uhr)

R-Wert: 0,88
Sieben-Tage-R-Wert: 1,04
(Datenstand 11.8., 0.00 Uhr)

Quelle: dpa/sn

Übermittlungsprobleme: 900 Corona-positive noch nicht informiert

Zehntausende Reiserückkehrer warten nach Corona-Tests in Bayern noch auf das Ergebnis, darunter auch 900 nachweislich positiv getestete. Etwa 44 000 Befunde seien noch nicht übermittelt worden, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München. Die positiv Getesteten sollten bis Donnerstagmittag ihre Ergebnisse bekommen. Der Zeitverzug ärgere sie „massiv“, sagte Huml, sie bedauere das sehr. Es gebe eine „Übermittlungsproblematik“, „da gibt es nichts schönzureden“. An den Stationen seien Menschen aus ganz Deutschland getestet worden. Angaben, wie lange die Menschen bereits warten, konnte Huml nicht machen.

In Bayern können sich alle Reisenden seit dem 25. Juli bei der Ankunft an den Flughäfen München und Nürnberg freiwillig testen lassen, seit dem 30. Juli auch an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sowie sowie an den Autobahnraststätten Hochfelln-Nord (A8), Inntal-Ost (A93) und Donautal-Ost (A3). Anfang August wurde zudem ein Testzentrum am Flughafen Memmingen eingerichtet. Für Urlauber aus Risikogebieten greift seit Samstag bundesweit eine Testpflicht.

Quelle: dpa/sn


Mittwoch, den 12.08.2020

Bundesregierung: Verschärfung der Lage vermeiden

Die Bundesregierung hat angesichts weiter gestiegener Infektionszahlen eindringlich ein Einhalten der Corona-Schutzvorgaben angemahnt. „Wenn wir jetzt nicht alle aufpassen und wachsam sind, dann kann dieses Geschehen noch eine ganz eigene Dynamik entfalten“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Das Gesundheitssystem sei derzeit gut vorbereitet. „Aber wir müssen eine Verschärfung der Situation vermeiden.“ Zentral blieben weiterhin Abstand, Hygienemaßnahmen und das Tragen von Masken, wo es nötig sei.

Die Bundesregierung sehe die Entwicklung der Zahlen mit Sorge, sagte Seibert. Es gebe nun nicht das eine große Infektionsereignis, aber viele kleine und mittlere Ausbrüche im ganzen Land. Ursachen seien unter anderem Reiserückkehrer und private Feste, bei denen Abstandsregeln nicht eingehalten worden seien. Bemerkenswert sei zudem, dass unter den Infizierten deutlich mehr jüngere Menschen seien. Da junge Leute sehr mobil seien, bedeute dies außerdem auch ein größeres Potenzial, Infektionen weiterzutragen.

Quelle: dpa/sn

NRW: Jede vierte Neuinfektion nach Reiserückkehr

Etwa jede vierte Corona-Neuinfektion in Nordrhein-Westfalen ist derzeit auf Reiserückkehrer zurückzuführen. Dabei gehe es sowohl um die Rückkehr von Reisen im Inland als auch aus dem Ausland, teilte das Landesgesundheitsministerium am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. Allein am größten NRW-Airport Düsseldorf waren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein am vergangenen Samstag 71 von gut 1850 Abstrichen im Testzentrum positiv.

Quelle: dpa/sn

Russland: Bedenken gegen Corona-Impfstoff unbegründet

Russland hat Vorbehalte aus dem Ausland gegen seinen Corona-Impfstoff „Sputnik V“ – den ersten zugelassenen weltweit – zurückgewiesen. „Ausländische Kollegen versuchen offenbar, irgendeine Meinung zu äußern, die nach unserer Ansicht absolut unbegründet ist“, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko am Mittwoch.

Russland hatte das Vakzin am Dienstag zur breiten Verwendung in der Bevölkerung zugelassen. Dieser Schritt erfolgte vor dem Vorliegen der Ergebnisse sogenannter Phase-III-Studien – ein Vorgehen, das dem international üblichen Ablauf widerspricht. Weder die Wirksamkeit noch die Nebenwirkungen lassen sich derzeit fundiert beurteilen.

Der Impfstoff wurde vom staatlichen Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt. Dessen Direktor Alexander Ginzburg sagte, zunächst sollten russische Wissenschaftler den Impfstoff bewerten. Erst dann würden die Daten veröffentlicht. Die Forschungsergebnisse könnten Ginzburg zufolge in einer russischen Fachzeitschrift, aber auch im Ausland publiziert werden.

Nach Muraschkos Angaben wird die erste Charge des neuen Impfstoffes innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet. „Heute läuft eine Qualitätskontrolle.“ Die Produktion in Russland sei in erster Linie zur Impfung der eigenen Bevölkerung ausgerichtet. Russland werde aber dem Ausland anbieten, selbst den russischen Impfstoff zu produzieren.

Russland will parallel zur dritten Testphase bereits medizinisches Personal und Lehrer impfen lassen. „Die Impfung wird freiwillig sein“, sagte Muraschko. Empfohlen werde sie für Menschen mit Vorerkrankungen.

Quelle: dpa/sn

Spahn: Über Anstieg der Infektionszahlen besorgt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht den Anstieg der Corona-Infektionszahlen als Alarmzeichen. „Das ist ohne Zweifel besorgniserregend“, sagte der CDU-Politiker heute im Deutschlandfunk. „Hier sehen wir, dass durch Reiserückkehr, aber eben auch durch Partys aller Art, durch Familienfeiern an ganz vielen Stellen im Land wir eben in fast allen Regionen des Landes kleinere und größere Ausbrüche haben. Und das kann natürlich – wenn wir jetzt nicht alle miteinander aufpassen – eine Dynamik entfalten.“ Es gelte, „sehr, sehr wachsam“ zu sein, weil es nicht mehr nur lokale Ausbrüche seien.

Das Gesundheitssystem könne die derzeitigen Infektionszahlen gut bewältigen, sagte Spahn. „Aber es ist besorgniserregend, wenn die Entwicklung bleibt.“ Denn: „Mit jeder Infektion wird es für die Gesundheitsämter schwieriger.“ Der Minister appellierte erneut an die Bürger, die Hygieneregeln einzuhalten, Masken zu tragen, Abstand zu halten und bei Veranstaltungen den Rahmen zu wahren.“Da wo dann auch Alkohol im Spiel ist, wo es tatsächlich aus der feierlichen Veranstaltung zur Party wird, da geht es dann eben auch sehr, sehr schnell.“

Die weltweit erste Zulassung eines Impfstoffs in Russland bewertete Spahn skeptisch. „Es geht nicht darum, irgendwie Erster zu sein, sondern es geht darum, einen wirksamen, erprobten und damit auch sicheren Impfstoff zu haben“, sagte er. Für das Vertrauen der Bevölkerung in einen Impfstoff sei es sehr wichtig, die nötigen Studien sehr genau zu machen. Nach allem, was bisher bekannt geworden sei, sei der russische Impfstoff nicht hinreichend erprobt. „Das kann dann schon auch gefährlich sein, zu früh zu beginnen.“

Quelle: dpa/sn

PEI: Sorgfalt bei Impfstoffzulassung wahren

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat angesichts der ersten Zulassung eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus erneut vor zu großer Eile bei Zulassungsverfahren gewarnt. „Aus Sicht des Paul-Ehrlich-Institutes ist es auch in der aktuellen Pandemiesituation zwingend erforderlich, dass alle Prüfungen und Bewertungen mit der gleichen Sorgfalt erfolgen wie bei anderen Impfstoffen“, sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek gestern in einem Statement auf Youtube.

Bei der Zulassung des Corona-Impfstoffes in Russland seien geringe Transparenz und nach bisherigen Informationen auch fehlende Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten aus klinischen Prüfungen an mehreren Tausend Probanden zu bemängeln. „Die Zulassung ist daher mit Vorsicht zu betrachten“, sagte Cichutek. Zugelassen werden sollte ein Impfstoff demnach nur dann, wenn der gezeigte Nutzen mögliche Risiken deutlich überwiegt.

Cichutek sagte, durch reguläre und kontrollierte klinische Prüfungen könnten neben der Wirksamkeit auch mögliche gelegentliche oder seltene Nebenwirkungen identifiziert werden. Dazu brauche es in der Regel mehrere Tausend bis Zehntausend Probanden. „In Deutschland und der EU ist dann die Zulassung erst nach Vorlage aussagekräftiger Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten üblich“, sagte der PEI-Präsident.

Quelle: dpa/sn

Bundesstaat in Brasilien hat Interesse an Russlands Impfstoff

Der brasilianische Bundesstaat Paraná hat angekündigt, ein Abkommen mit Russland zu schließen, um den weltweit ersten für die breite Verwendung zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus selbst zu produzieren. Wie Jorge Callado, Präsident des federführenden Technologie-Instituts Tecpar in Curitiba, am Dienstag im brasilianischen Fernsehen sagte, solle der Vertrag am heutigen Mittwoch unterschrieben werden.

Die Impfung soll voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021 verfügbar sein. „Wir werden in Etappen arbeiten“, sagte der russische Konsul in Curitiba, Acef Said, der Deutschen Presse-Agentur. „Die technisch-wissenschaftliche Kooperation öffnet die Möglichkeit, Impfstoff-Tests zu machen und die Impfung hier für die brasilianische Bevölkerung zu produzieren.“

Damit der russische Corona-Impfstoff „Sputnik V“ angewendet werden kann, muss die Impfung den Vorschriften der brasilianischen Überwachungsbehörde für Gesundheit Anvisa – wie vorherige Tests in der Bevölkerung – folgen.

Quelle: dpa/sn

Aktuelle Corona-Zahlen des RKI

Neuinfektionen innerhalb eines Tages: 1.226
Infizierte seit Beginn der Krise in Deutschland: mindestens 218.519
Zahl der Todesfälle: 9.207
Überstandene Infektionen: 198.800
(Datenstand 12.8., 0.00 Uhr)

R-Wert: 0,97
Sieben-Tage-R-Wert: 1,04
(Datenstand 11.8., 0.00 Uhr)

Quelle: dpa/sn

Umfrage: Viel Unterstützung für Corona-Schutzmaßnahmen

Nur jeder Zehnte hält Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus für überflüssig. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Dazu wurden zwischen dem 7. und 10. August insgesamt 2018 Menschen online befragt. Wie auch bei vorigen Umfragen zeigte sich große Unterstützung für das Krisenmanagement der Regierung und die Vorkehrungen zur Eindämmung des Virus. 68 Prozent der Befragten hielten die Regelungen für „absolut notwendig“.

Drei Prozent der Befragten halten Schutzmaßnahmen für überflüssig, weil das Virus nach ihrer Einschätzung „nicht so gefährlich“ ist. Sieben Prozent sehen zudem hinter Warnungen und Schutzvorkehrungen einen „Versuch mächtiger Kreise, andere Ziele durchzusetzen“. Weitere 16 Prozent sind zwar für Schutzmaßnahmen, halten die aktuell vorgeschriebenen Regelungen aber für überzogen. Das Krisenmanagement der Bundesregierung fand wie schon bei vorigen Umfragen hohe Zustimmung.

Quelle: dpa/sn

Studie: Wachsender Zusammenhalt in Krise

Der gesellschaftliche Zusammenhalt hat sich einer Studie zufolge in der Corona-Krise als robust erwiesen und ist nach Ausbruch der Pandemie sogar noch gewachsen. In der Ausnahmesituation seien aber auch soziale Unterschiede sichtbarer geworden. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch veröffentlichte repräsentative Befragung der Bertelsmann Stiftung.

Für den „Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt 2020“ waren zunächst von Anfang Februar bis Ende März 3.010 Personen ab 16 Jahren repräsentativ befragt worden. Und 1000 von ihnen dann erneut Ende Mai bis Mitte Juni – also nach Ende der strengen Kontaktbeschränkungen. Demnach bewerteten die Menschen in Deutschland den sozialen Zusammenhalt nach dem ersten Höhepunkt der Corona-Pandemie im Frühsommer positiver als noch am Jahresanfang. Und im Vergleich zur Untersuchung zuvor von 2017 erweise sich der Zusammenhalt als stabil.

Viele Bürger seien offenbar erleichtert, dass die Pandemie in ihren Augen bisher glimpflich ausgefallen sei, erklärte Studien-Autor Kai Unzicker. „Zugleich haben sie mehrheitlich große Solidarität und Rücksichtnahme erfahren.“

Quelle: dpa/sn


Dienstag, den 11.08.2020

EU-Kommission: 128 Millionen Euro für Corona-Forschung

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie und ihre Folgen stellt die EU-Kommission mehr als 20 Forschungsprojekten aus Deutschland und anderen Staaten 128 Millionen Euro zur Verfügung. Durch die Arbeit sollen Patienten besser überwacht und versorgt, Erkenntnisse über gesellschaftliche Folgen der Krise gewonnen und Produktions- sowie Lieferketten medizinischer Ausstattung beschleunigt werden, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte. Auch sollen Erkenntnisse aus großen Patientengruppen in und außerhalb der EU besser vernetzt werden.

Aus Deutschland koordinieren die Max-Planck-Gesellschaft sowie die Frankfurter Goethe-Universität die Arbeit an jeweils einem Forschungsprojekt. Die Max-Planck-Gesellschaft geht zusammen mit gut einem Dutzend Partnern den unbeabsichtigten Folgen der Corona-Einschränkungen - gesundheitlich, wirtschaftlich und sozial- nach. An der Frankfurter Hochschule wird an einem Produkt gearbeitet, das unter anderem die medizinische Überwachung von COVID-19-Patienten vereinfachen soll.

Quelle: dpa/sn

Biontech: Impfstoffzulassung weiterhin für Oktober geplant

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen bei einem Erfolg der aktuellen klinischen Studie zu ihrem möglichen Corona-Impfstoff weiterhin im Oktober den Antrag auf Marktzulassung stellen. Die Biontech-Mitarbeiter hätten es geschafft, die Studie „in Rekordzeit zu starten“, sagte Biontech-Vorstandschef Ugur Sahin am heutigen Dienstag.

Ende Juli hatte eine weltweite Studie zu dem möglichen Impfstoff mit bis zu 30.000 Teilnehmern begonnen. Für die klinische Untersuchung der Phasen II/III war der Wirkstoff BNT162b2 als Hauptkandidat ausgewählt worden.

Falls der Wirkstoff zugelassen wird, haben Biontech und Pfizer bereits Liefervereinbarungen mit Großbritannien, den USA, Japan und Kanada über mehr als 250 Millionen Impfstoffdosen geschlossen. Zusätzlich gibt es eine Option über weitere 500 Millionen Dosen.

Quelle: dpa/sn

Höhere Bußgelder in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gelten künftig höhere Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Vorschriften. Wer sich nicht an die Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr hält, dem drohen künftig 150 Euro statt wie bisher 25 Euro Bußgeld, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) heute nach einer Kabinettssitzung in Schwerin bekannt gab. Bei Verstößen gegen Quarantäne-Anordnungen steigt das Mindest-Bußgeld demnach von 100 auf 500 Euro.

Außerdem sollen in Mecklenburg-Vorpommern all jene in Quarantäne gehen, die aus einem Risikogebiet einreisen, auch wenn das Land am Tag der Rückreise nicht mehr als Risikogebiet eingestuft ist. Entscheidend sei, ob das Land in den letzten 14 Tagen Risikogebiet gewesen ist, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Der Regierung sei klar, dass es schwer sei, in Quarantäne zu gehen. Es gebe aber keine Alternative, gerade auch um den Betrieb der Schulen und Kitas zu schützen.

Quelle: dpa/sn

Studie: Viele Tote durch SARS-CoV-2-Gerüchte

Kamelurin, Bleichmittel und Methanol: Fehlinformationen durch Gerüchte und Verschwörungstheorien in Zusammenhang mit dem Coronavirus haben seit Beginn der Pandemie weltweit Hunderte Menschen das Leben gekostet. Tausende Menschen mussten wegen der größtenteils in sozialen Netzwerken verbreiteten Falschinformationen im Krankenhaus behandelt werden, ergab eine im „American Journal of Tropical Medicine and Hygiene“ veröffentlichte Studie. Die von einem Team internationaler Wissenschaftler unter anderem aus Australien, Thailand und Japan zusammengetragenen Daten stammen aus dem Zeitraum zwischen Dezember 2019 und April 2020.

So sei Menschen in Indien empfohlen worden, Kuhurin oder -dung zu verzehren, um sich gegen eine Ansteckung zu wappnen. In Saudi-Arabien wurde Kamelurin mit Limone als Wunderwaffe gegen SARS-CoV-2 beworben. Der Konsum von hochkonzentriertem Alkohol zur vermeintlichen Desinfizierung des Körpers kostete weltweit sogar 800 Menschen das Leben. Rund 5.900 landeten nach dem Trinken von Methanol im Krankenhaus, 60 erblindeten.

Die Forscher untersuchten auch mögliche Folgen von Stigmatisierung. So habe sich ein Mann in Indien das Leben genommen, weil er glaubte, mit Corona infiziert zu sein – und die mögliche Erkrankung als Schande empfand. Auch sei es immer wieder zu verbaler und physischer Gewalt gegenüber Menschen asiatischer Herkunft und Mitarbeitern des Gesundheitssystems gekommen, weil beide Gruppen für die Ausbreitung des Virus verantwortlich gemacht wurden. Die Wissenschaftler hatten mehr als 2.300 Berichte in 25 Sprachen aus 87 Ländern untersucht.

Neben der Pandemie gebe es demnach auch eine „Infodemie“, so die Forscher. Sie forderten Regierungen und internationale Organisationen auf, Corona-Fehlinformationen im Internet besser zu überwachen, als falsch zu entlarven und „mit Social-Media-Unternehmen zusammenzuarbeiten, um korrekte Informationen zu verbreiten.“

Quelle: dpa

Russland: Erster Impfstoff gegen Coronavirus wird zugelassen

Als erstes Land der Welt lässt Russland einen Impfstoff gegen das Coronavirus für die breite Verwendung zu. Das gab Präsident Wladimir Putin am heutigen Dienstag im Staatsfernsehen bekannt. Der Impfstoff wurde allerdings bisher nur an wenigen Menschen getestet, ihn in einem so frühen Stadium zuzulassen, widerspricht internationalen Kriterien.

In Erinnerung an an sein Vordringen in den Weltraum 1957 hat Russland den Impfstoff auf den Namen „Sputnik V“ getauft.

Quelle: dpa/sn

Curevac plant Impfstofftest in Brasilien

Auch das deutsche Biotech-Unternehmen Curevac hat vor, in Brasilien einen Corona-Impfstoff zu testen, an dem es forscht. Wie die Infektiologin Sue Ann Clemens, Mitglied des Komitees von Curevac, der Deutschen Presse-Agentur sagte, plant das Unternehmen mit Sitz in Tübingen, im September oder Oktober mit der Studie in dem südamerikanischen Land zu beginnen.

Bisher laufe es bei der ersten, kleineren Testreihe in Deutschland sehr gut, hatte Studienleiter Professor Peter Kremsner vom Institut für Tropenmedizin am gestrigen Montag gesagt. Derzeit gebe es etwa 180 Probanden.

Brasilien ist zum Testlabor der Welt geworden. Auch Testreihen der Unternehmen AstraZeneca, Sinovac und Biontech/Pfizer laufen dort bereits. Neben den USA ist Brasilien derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Mehr als drei Millionen Menschen haben sich nach offiziellen Angaben mit dem Coronavirus infiziert, die tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen, auch weil in dem Land sehr wenig getestet wird.

Quelle: dpa/sn

ECDC: Erneuter Fallzahl-Anstieg durch mehr Tests und gelockerte Maßnahmen

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus nimmt in vielen Ländern Europas wieder zu. Das liegt zum einen an der Zunahme von Tests, zum anderen aber auch an der Lockerung von Corona-Maßnahmen – zu diesem Schluss kommt das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in ihrer jüngsten Risikobewertung für die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) zuzüglich Großbritannien.

Viele Staaten testeten jetzt bereits milde Verdachtsfälle ohne Symptome, was zu der Zunahme der Fallzahlen beitrage, erklärte das in Solna bei Stockholm ansässige Zentrum. Zum anderen gebe es in einigen Ländern „ein echtes Wiederaufleben an Fällen“, das eine Folge davon sei, dass die Maßnahmen zum Abstandhalten gelockert worden seien. Weitere Anstiege der Infektionszahlen und mit ihnen zusammenhängenden Krankenhausaufenthalten und Todesfällen könnten vermindert werden, indem ausreichende Kontrollmaßnahmen rechtzeitig wiedereingeführt oder verstärkt würden. Zugleich sei es natürlich, dass die Menschen weniger achtsam bei der Einhaltung der Maßnahmen geworden seien. Dem müsse mit der richtigen Kommunikation entgegengewirkt werden.

Dem ECDC wurden bis Montag rund 1,82 Millionen Corona-Fälle aus dem EWR-Raum gemeldet, weltweit waren es demnach bislang knapp 20 Millionen. Rund 184.000 der 731.000 weltweit damit in Zusammenhang stehenden Todesfälle gab es demnach in der Region.

Quelle: dpa/sn

Aktuelle Corona-Zahlen des RKI

Neuinfektionen innerhalb eines Tages: 966
Infizierte seit Beginn der Krise in Deutschland: mindestens 217.293
Zahl der Todesfälle: 9.201
Überstandene Infektionen: 198.100
(Datenstand 11.8., 0.00 Uhr)

R-Wert: 1,09
Sieben-Tage-R-Wert: 1,05
(Datenstand 10.8., 0.00 Uhr)

Quelle: dpa/sn


Montag, den 10.08.2020

WHO: Lasst den Druck auf dem Virus

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird es bis auf Weiteres immer wieder zu steigenden Corona-Zahlen kommen. „Man kann es eine zweite Welle nennen, man kann es eine zweite Spitze nennen, man kann es ein Aufflammen nennen, man kann es nennen wie man will – nimmt man den Druck von diesem Virus, kommt das Virus zurück“, sagte WHO-Experte Michael Ryan am heutigen Montag in Genf. „Ich weiß, das wollen die Leute nicht hören, aber das ist die Realität.“ Es sei außergewöhnlich schwer, das Virus zu stoppen.

In mehreren Ländern Europas stiegen die Infektionszahlen jüngst wieder an, was vielerorts Sorge vor einem erneuten rasanten Anstieg der Fallzahlen ausgelöst hat. Die Aufgabe besteht laut Ryan darin, durch Nachverfolgung, Tests und lokale Maßnahmen Ausbruch für Ausbruch schnell einzudämmen und so weitere landesweite Lockdowns wie im Frühjahr zu vermeiden. „Das sagen wir den Ländern in Europa: Lasst den Druck auf dem Virus“, so Ryan.

WHO-Expertin Maria van Kerkhove erinnerte an die zentrale Bedeutung großer Menschenansammlungen für die Verbreitung des Erregers. „Das Virus liebt solche Ansammlungen.“

Die WHO erwartet diese Woche das Überschreiten der Marke von 20 Millionen Infizierten. Mehr als 720 000 Patienten sind nach offiziellen Daten mit oder an COVID-19 gestorben. Experten schätzen die Dunkelziffer nicht erfasster Infektionen und Todesfälle allerdings als hoch ein.

Quelle: dpa/sn

Hamburg: 40 Euro-Bußgeld für Maskenmuffel im ÖPNV

Hamburg führt eine Strafe von 40 Euro für Fahrgäste ein, die sich in Bussen und Bahnen nicht an die geltende Maskenpflicht halten oder die Mund-Nasen-Bedeckung nicht korrekt tragen. Verstärkte Kontrollen nach den Sommerferien hätten ergeben, dass die Maskendisziplin im öffentlichen Nahverkehr abnehme, teilten die Verkehrsbehörde und die Unternehmen im Verkehrsverbund HVV heute mit.

Am Wochenende seien in U-Bahnen der Hamburger Hochbahn knapp 15 Prozent Nicht-Maskenträger angetroffen worden. Daher werde wie bei Schwarzfahrern und bei Alkohol- und Tabakkonsum nun eine Vertragsstrafe erhoben, die mit den Nachbarländern abgestimmt sei.

Quelle:dpa

Regierung ruft zu weiterer Vorsicht auf

Die Bundesregierung hat angesichts zuletzt wieder gestiegener Corona-Infektionszahlen zu weiterer Vorsicht aufgerufen. Es bleibe zentral, dass alle weiterhin die relativ einfachen und bisher besten Instrumente gegen die Pandemie nutzten, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit Blick auf Abstand, Hygiene und Mund-Nasen-Bedeckungen. „Jeder einzelne von uns trägt Verantwortung für sich selbst und für seine Mitmenschen.“ Es gelte, wachsam zu bleiben, um Erreichtes bei der Corona-Eindämmung nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Mit Blick auf den schrittweise wieder startenden Schulbetrieb sprach Seibert von einer „anspruchsvollen Aufgabe“, das Recht auf Bildung mit einem hohen Gesundheitsschutz zu verbinden. Dies sei in jedem Bundesland umzusetzen, wobei neben den Rechten der Schüler auch die der Lehrer und Lehrerinnen zu bedenken seien. Der Regierungssprecher äußerte sich zurückhaltend zum Begriff einer „zweiten Welle“ – dies könnten Virologen feststellen und nicht Politiker.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom heutigen Montag 436 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Ende vergangener Woche hatten die Zahlen erstmals seit Anfang Mai wieder über der Schwelle von 1000 Fällen gelegen. Die montags bekannt gegebenen Zahlen sind meist relativ niedrig, weil sonntags nicht alle Ämter ihre Werte übermitteln.

Quelle: dpa/sn

Bayern will Ausweitung von Risikogebieten

Der Freistaat Bayern hat dem Bund vorgeschlagen, im Ausland weitere Regionen als Corona-Risikogebiete zu definieren. „Die Ausweitung kann deutlich dynamischer erfolgen als in der Vergangenheit“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) heute nach einer Sitzung seines Kabinetts in Nürnberg an. Die bisherigen Tests bei Reiserückkehrern hätten gezeigt, dass viele positiv Getestete auch aus Gebieten zurückkämen, die derzeit nicht als Risikogebiete gelten. Derzeit sind rund 130 der knapp 200 Länder der Welt als Risikogebiete definiert.

Quelle: dpa

Zum Schulstart: Stichprobe bei Tausenden Kindern

Mit dem Beginn des Regelbetriebs an den Brandenburger Schulen hat die Brandenburger Landesregierung Corona-Tests für Kita- und Schulkinder gestartet. Bis Ende August sollen in einer Stichprobe ein Prozent der Kinder und Jugendlichen des Bundeslandes auf das Coronavirus getestet werden, wie das Gesundheits- und das Bildungsministerium heute mitteilten. Die freiwilligen Tests betreffen rund 2900 Schüler und 1100 Kita-Kinder aus 72 Schulen und 12 Kitas. „Mit den Stichproben möchten wir mehr über die Ausbreitung des Virus in dieser Altersgruppe in Brandenburg erfahren“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne).

Die Ergebnisse sollen bei der Anordnung von Corona-Maßnahmen berücksichtigt werden. Ähnliche Testreihen gibt es auch in anderen Bundesländern. Sie sollen klären helfen, mit welchen Ansteckungsrisiken die Öffnung von Kitas und Schulen verbunden ist.

Quelle: dpa

Corona-bedingte Krankschreibungen bei jungen Menschen steigen

Bei jungen Menschen sind die Krankschreibungen wegen einer COVID-19-Infektion in den letzten Wochen wieder deutlich angestiegen. Das geht aus einer neuen Auswertung der Barmer hervor. Innerhalb von vier Wochen (vom 21. Juni bis 18. Juli) sind demnach die Fallzahlen in der Gruppe der bis 39-Jährigen um 31 Prozent gestiegen, von 744 auf 978 Barmer-Versicherte.

„Die Corona-Pandemie ist keineswegs ausgestanden. Ganz im Gegenteil, die Gefahr einer zweiten Welle baut sich offensichtlich immer mehr auf. Wenn die Abstands- und Hygieneregeln zunehmend missachtet werden, kann das Menschenleben gefährden“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Prof. Dr. Christoph Straub.

Insbesondere jüngere Menschen müssten sich wieder verstärkt an die Corona-Regeln halten, denn in der Gruppe ab 40 Jahren seien die Fallzahlen nahezu konstant geblieben. Diese seien im selben Zeitraum von 1.942 krankgeschriebenen Barmer-Versicherten um ein Prozent auf 1.964 Betroffene gestiegen. Die meisten Corona-Krankschreibungen über alle Altersklassen hinweg habe es in der 29. Kalenderwoche in Nordrhein-Westfalen mit 727 Betroffenen und in Bayern mit 607 Erkrankten gegeben.

Quelle: Barmer

Kein schöner Zug – Infektionsgefahr in der Bahn

In Zügen und Bussen besteht Maskenpflicht und es sollte so weit wie möglich Abstand zu anderen Personen gehalten werden. Allerdings weiß man über die Übertragbarkeit von SARS-CoV-2 in öffentlichen Verkehrsmitteln noch recht wenig. Eine Studie aus China liefert nun konkrete Zahlen. Das Fazit der Studienautoren: Während der Pandemie sollten überall dort, wo Passagiere auf eng begrenztem Raum zusammen sind, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Dazu gehört das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

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Quelle:ptaheute/wf

Lilly erprobt monoklonalen Antikörper gegen Corona

Das US-Unternehmen Eli Lilly startet zusammen mit dem Nationalen Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) eine Phase-3-Studie mit dem monoklonalen Antikörper LY-CoV555 zur Prävention von COVID-19 in Langzeitpflegeeinrichtungen. Es handelt sich um die erste Studie dieser Art.

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Quelle: daz.online/hb

AstraZeneca will COVID-19-Vakzine zum Selbstkostenpreis anbieten

Es ist noch nicht so weit mit einem Corona-Impfstoff. Trotzdem müssen sich die Regierungen schon jetzt Gedanken über den Zugang zu den Vakzinen und über die voraussichtlichen Kosten machen. Aus Sicht der Hersteller ist der Preis auch ein wesentliches Wettbewerbsinstrument. AstraZeneca meint, dass sein COVID-19-Impfstoff eventuell nur ein paar Dollar kosten könnte. Dies könnte zwei Rivalen von Astra in ernsthafte Verlegenheit bringen. Pfizer habe seinerseits kürzlich 19,50 US-Dollar als Kosten für seinen potenziellen COVID-19-Impfstoff BNT162b2 angekündigt, der gemeinsam mit Biontech entwickelt wird, allerdings mit einer Dynamisierung abhängig von der bestellten Menge. Je größer die Bestellung, umso geringer der Preis. Demgegenüber scheint Moderna mit 32 bis 37 US-Dollar pro Dosis um einiges höher einsteigen zu wollen.

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Quelle: daz.online/cm/sn

PEI rechnet mit Impfungen ab Jahresende

Das für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zeigt sich mit Blick auf die Suche nach einem Corona-Impfstoff weiter zuversichtlich. „Ich gehe derzeit davon aus, dass es Ende 2020 und Anfang nächsten Jahres Zulassungen geben wird, vorausgesetzt, die Phase-III-Prüfungsdaten sind positiv“, sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Diese Zulassungen würden dann voraussichtlich mit der Auflage verbunden, weitere Daten nachzuliefern, sagte Cichutek einem RND-Bericht vom Sonntag zufolge. Positiv sei insbesondere, „dass unterschiedliche Impfstoffkandidaten eine Immunantwort beim Menschen gegen das SARS-Coronavirus 2 hervorrufen“. Zudem sei dies mit Dosierungen gelungen, „die sich als verträglich erweisen“. Ähnlich hatte sich Cichutek vor einer Woche bereits im ZDF-„heute-journal“ geäußert und von sehr guten Neuigkeiten gesprochen.

Wie das RND weiter berichtete, dämpfte Cichutek zugleich Hoffnungen, die geltenden Abstands- und Hygieneregeln würden nach Zulassung der ersten Impfstoffe sofort überflüssig. „Dass größere Teile der Bevölkerung durchgeimpft und dann auch geschützt sind und wir tatsächlich von den Public-Health-Maßnahmen absehen können, da würde ich eher sagen: Hoffentlich schaffen wir das im nächsten Jahr.“

Quelle: dpa/sn

Laschet gegen zweiten Corona-Lockdown

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gegen eine zweite Stilllegung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wie im Frühjahr ausgesprochen. Ein weiteres Mal das ganze Land herunterzufahren, könne „nicht die Lösung“ sein, sagte Laschet am Sonntag nach einem Treffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Naumburg. „Es war damals richtig, aber für die Zukunft brauchen wir gezieltere regionale abgestimmte Maßnahmen.“ Ein Lockdown richte auch Schäden wie Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Insolvenzen an.

Zugleich rechtfertigte Laschet die bundesweite Stilllegung vom März. Mit dem Wissen von damals sei das richtig gewesen. Ein Szenario wie in der italienischen Stadt Bergamo, wo Krankenhäuser angesichts der hohen Zahl der Corona-Infizierten überfordert waren, habe damals verhindert werden müssen.

Quelle: dpa/sn

EU-Gesundheitskommissarin rechnet Ende 2020 mit Impfstoff

Nach Einschätzung von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides könnte ein erster Impfstoff gegen COVID-19 bereits zum Jahresende zur Verfügung stehen. „Auch wenn Vorhersagen zum jetzigen Zeitpunkt noch riskant sind, haben wir doch gute Hinweise, dass der erste Impfstoff gegen Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres verfügbar sein wird“, sagte Kyriakides am Sonntag dem „Handelsblatt“.

Der Impfstoff könne zwar nicht auf Anhieb alle Probleme lösen, sagte die EU-Kommissarin. Aber er werde es „schrittweise erlauben, zur Normalität zurückzukehren“, wenn eine „kritische Masse von Bürgern insbesondere in den Risikogruppen“ geimpft worden sei.

Unter Wissenschaftlern ist unklar, wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte. Theoretisch könnte eine Entwicklung auch noch Jahre dauern oder sogar ganz scheitern.

Quelle: dpa/sn

 

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