In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.
PTAheute-Pinnwand KW 23/2026: PMOS, Nikotinkonsum und Pneumokokken-Impfstoff

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche:
Polyzystisches Ovarialsyndrom erhält neuen Namen
Vom Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) ist weltweit jede achte Frau betroffen, in konkreten Zahlen ausgedrückt sind dies allein im gebärfähigen Alter rund 170 Millionen Frauen. Bis zur Diagnose ist es häufig ein weiter Weg – was auch daran liegt, dass viele Ärzte bislang nur bei Vorhandensein pathologischer Ovarialzysten an die Erkrankung denken.
Ein globales Wissenschaftskonsortium hat kürzlich verkündet, dass der Begriff „polyzystisches Ovarialsyndrom“ (PCOS) abgeschafft werden soll. Der bisherige Name wurde seit Jahren als ungenau kritisiert. Er suggeriere fälschlicherweise das vermehrte Vorkommen von Eierstockzysten. Zudem würden die metabolischen und endokrinen Merkmale des Syndroms nicht ausreichend erfasst – einschließlich der Tatsache, dass wahrscheinlich auch Männer davon betroffen sind.
Die Erkrankung trägt nun den Namen Polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS). Die neue Bezeichnung polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom wurde von 56 Fachgesellschaften und Patientenorganisationen aus der ganzen Welt vorgeschlagen und in einem Positionspapier im Lancet veröffentlicht. Durch die neue Nomenklatur wird der Fokus auf die endokrinen und metabolischen Merkmale der Krankheit gelegt. Quelle: Deutsches Ärzteblatt, daz.online / vs
Diabetes: Erweiterung des Contour® Portfolios

Mit den neuen Contour®Comfort Pen-Nadeln erweitert Ascensia Diabetes Care sein Contour® Portfolio erstmals um ein Produkt für die tägliche Insulininjektion.
Contour®Comfort wurde speziell auf die Anforderungen der täglichen Anwendung abgestimmt. Die Pen-Nadeln kombinieren einen 5-fach-Schliff mit einer sechseckigen, breiten Nadelbasis. Laut Herstellerangaben wird dadurch eine kontrollierte und komfortable Injektion unterstützt und die Anwendung im Alltag erleichtert. Gleichzeitig sorgt die extra dünne Kanülenwand für einen konstanten Medikamentenfluss und eine zuverlässige Medikamentengabe.
Die neuen Contour®Comfort Pen-Nadeln sind mit gängigen Pen-Injektoren kompatibel und in vier Nadellängen (4 mm, 5 mm, 6 mm und 8 mm) erhältlich. Seit dem 1. Juni 2026 sind sie deutschlandweit über Apotheken und autorisierte Vertriebspartner verfügbar. Quelle: PM Ascensia / vs
Mathias Arnold ist europäischer Apothekerpräsidenten 2027
Mathias Arnold wird europäischer Apothekerpräsident im Jahr 2027. Die Generalversammlung des Zusammenschlusses der Apotheker in der Europäischen Union hat den 62-jährigen Pharmazeuten aus Halle/Saale in das höchste Amt des Verbandes gewählt. Arnold folgt damit auf den polnischen Apotheker Dr. Mikolaj Konstanty, der die Präsidentschaft im Jahr 2026 innehat.
Zusammen mit der Kroatin Ana Soldo, die als Vizepräsidentin für 2027 gewählt wurde, wird Arnold im kommenden Jahr die Interessen von Europas Apothekerschaft in Brüssel vertreten. Arnold war schon ZAEU-Vizepräsident im Jahr 2020, gehört seit 2026 dem neunköpfigen ZAEU-Exekutivkomitee an – und ist bereits seit 2018 Delegationsleiter der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) auf internationaler Ebene. Quelle: ABDA / vs
Fungizid-ratiopharm® (Terbinafin) EXTRA 10 mg/g Creme: Fehlende sicherheitsrelevante Hinweise auf Faltschachtel und Tubenetikett
Die Firma ratiopharm GmbH informiert mittels Informationsschreiben über fehlende sicherheitsrelevante Hinweise auf der Faltschachtel und dem Tubenetikett von Fungizid-ratiopharm® (Terbinafin) EXTRA 10 mg/g Creme.
Im Zuge einer internen Überprüfung wurde festgestellt, dass sicherheitsrelevante Änderungen der Kennzeichnung auf der äußeren Verpackung nicht vollständig umgesetzt wurden. Es fehlen der Benzylalkohol-Warnhinweis („Enthält Benzylalkohol … Packungsbeilage beachten.“) sowie die Angabe zur Haltbarkeit nach Anbruch („Nach erstmaligem Öffnen Tube nach drei Monaten verwerfen.“).
Benzylalkohol ist in der Liste der Bestandteile korrekt angegeben. Die Gebrauchsinformation enthält alle relevanten Angaben vollständig und korrekt.
Auf Grundlage der vorliegenden Daten sowie unter Berücksichtigung der topischen Anwendung wird das Risiko für Patienten von der Firma als gering eingeschätzt. Quelle: AMK / vs
Pneumokokken-Vakzine: Vaxneuvance® in neuer kleineren Papierverpackungen erhältlich
Der 15-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff Vaxneuvance® (PCV15) ist ab Sommer 2026 in neuen kleineren Papierverpackungen erhältlich.
Bei den neuen kleineren Papierverpackungen von Vaxneuvance® werden die Plastik-Einleger im Inneren durch Papier ersetzt und die Verpackungsgröße reduziert. Der Umstieg von der alten Verpackung auf die neuen kleineren Papierverpackungen soll dabei helfen, den Plastikverbrauch zu reduzieren, weniger Müll zu produzieren und Platz beim Transport sowie bei der Lagerung des Impfstoffes in den Kühlschränken der Arztpraxen zu sparen.
Am Bezugsweg wird sich nichts ändern, die Pharmazentralnummern aller Packungsgrößen bleiben gleich. Quelle: PM MSD / vs
Shop Apotheke darf sich nicht echte Apotheke nennen
Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) hat einmal mehr eine einstweilige Verfügung gegen die in den Niederlanden ansässige Shop Apotheke erwirkt. Der Versender hatte in den sozialen Medien eine Werbung geschaltet, in der unter dem Titel „E-Rezept? Shop Apotheke“ ein Mann abgebildet war. Dazu hieß es: „Mit persönlicher Beratung, Wechselwirkungscheck und allem, was eine echte Apotheke ausmacht.“
Die AKNR hielt dies für irreführend und mahnte den Versender ab. Eine Unterlassungserklärung wollte Shop Apotheke allerdings nicht abgeben. Und so zog die Kammer im Eilverfahren vor Gericht. Mit Erfolg: Das Landgericht Köln sah die Sache genauso wie die AKNR.
Die Aussage zur „echten Apotheke“ erwecke den irreführenden Eindruck, als entspreche die Tätigkeit der Versandapotheke vollumfänglich den Dienstleistungen einer Vor-Ort-Apotheke, heißt es im Beschluss.
Da Shop Apotheke lediglich online Arzneimittel anbiete, könne unter „echter" Apotheke in Abgrenzung zu den Online-Dienstleistungen nur eine herkömmliche Vor-Ort-Apotheke gemeint sein. Der Passus „und allem, was eine echte Apotheke ausmacht“ sei im Sinne einer vollständigen Gleichstellung mit einer Vor-Ort-Apotheke zu verstehen.
Doch die AKNR hat für das Gericht überzeugend dargelegt, dass Shop Apotheke eben nicht alle Leistungen einer Vor-Ort-Apotheke anbiete. Das räumt auch der Versender in Teilen ein. So gibt es keinen Notdienst, keine persönliche Beratung und keine pharmazeutischen Dienstleistungen. Doch an diesem vollständigen Leistungsspektrum müsse sich Shop Apotheke messen lassen, wenn sie in dieser Weise werbe.
„Wir möchten mit dem Verfahren ein Signal für unsere Apothekerinnen und Apotheker vor Ort setzen, die sich täglich mit ihrem vielfältigen und umfassenden Leistungsspektrum für die Gesundheit der Patientinnen und Patienten einsetzen“, sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein und der Bundesapothekerkammer. „Diese Leistung verdient Respekt und Anerkennung. Ein Versender, der nur ein eingeschränktes Angebot vorhält, darf sich in seiner Werbung nicht mit Vor-Ort-Apotheken gleichsetzen. Diesem Schmücken mit fremden Federn möchten wir Einhalt gebieten.“
Shop Apotheke hat die einstweilige Verfügung als endgültige Regelung anerkannt und auf Rechtsmittel verzichtet. Quelle: daz.online / ks
Biolectra® Couponing-Aktion zur Fußball WM
Passend zur Fußball-WM, die vom 11. Juni bis zum 19. Juli stattfindet, startet Biolectra mit einer großen Couponing-Aktion „Volltreffer für Magnesiumfans“. Vom 1. Juni bis zum 31. August erhalten Kunden in teilnehmenden stationären Apotheken zehn Prozent WM-Rabatt auf das gesamte Biolectra®-Sortiment (ausgenommen Biolectra® Immun und Biolectra® Zink), wenn der Coupon-Code an der Kasse gescannt wird.
Alle stationären Apotheken in Deutschland wurden bis Ende Mai automatisch durch die Firma Kyte-Tec kontaktiert und mit den Couponing-Materialien ausgestattet. Apothekenteams, die nicht erreicht wurden, es übersehen haben oder erst später von der Aktion erfahren, können sich jederzeit bei kundenbetreuung@kyte-tec.com melden, um die Materialien noch zu ordern.
Weitere Vorlagen für eine WM-Aktionsteilnahme liefern eine Schulung auf apothekia.de zum Biolectra® Couponing und digitale Infos für die Social-Media-Kanäle der Apotheken, die auf Hermes Experts zur Verfügung stehen. Quelle: Biolectra / vs
Chargenrückruf: Tuberkulin PPD RT23 AJV 2 T.E./0,1 ml, Injektionslösung
Die Firma Pharmore GmbH informiert darüber, dass bei bei einer erheblichen Anzahl Packungen von Tuberkulin PPD RT23 AJV 2 T.E./0,1 ml, Injektionslösung, 10x1,5 ml, Ch.-B.: TB0063D, der Erstöffnungsschutz fehlt oder defekt ist.
Die pharmazeutische Qualität des Produkts in den Fläschchen (Primärverpackung) ist dadurch nicht beeinträchtigt. Das Produkt bleibt wirksam, rein, steril und stabil und entspricht den Freigabespezifikationen. Es gibt aktuell keine Hinweise auf eine Gefährdung der Patientensicherheit. Allerdings erfüllt die Sekundärverpackung aufgrund des fehlenden oder defekten Erstöffnungsschutzes nicht die EU-GMP-Anforderungen.
Der Zulassungsinhaber AJ Vaccines A/S ruft daher die genannte Charge des Arzneimittels Tuberkulin PPD RT23 AJV 2 T.E./0,1 ml, Injektionslösung, 10x1,5 ml (PZN 04528732), zurück.
Apotheken werden gebeten, ihre Warenbestände zu überprüfen und betroffene Packungen zurückzusenden. Quelle: AMK / vs
Hautkrebs-Fälle in Kliniken binnen 20 Jahren fast verdoppelt
In deutschen Krankenhäusern sind zuletzt fast doppelt so viele Menschen mit Hautkrebs behandelt worden wie noch vor 20 Jahren. 2024 waren es 120.100 stationär mit Hautkrebs behandelte Patienten und damit 95 Prozent mehr als 2004, wie aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.
Ein Grund ist die alternde Bevölkerung: Das Hautkrebsrisiko steigt mit dem Alter deutlich an. Mutmaßlich werden heute zudem deutlich mehr Fälle überhaupt erkannt: Seit 2008 können Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre zum Hautkrebsscreening gehen – dies steht allerdings aktuell auf dem Prüfstand.
Auch die Zahl der Todesfälle durch Hautkrebs hat zugenommen: 4.600 Menschen starben 2024 an Hautkrebs, das waren 65 Prozent mehr als noch 20 Jahre zuvor. Hautkrebs liegt damit über dem Durchschnitt: Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Krebstoten in Deutschland insgesamt um rund zehn Prozent. Mehr als die Hälfte der 2024 an Hautkrebs Gestorbenen war 80 Jahre oder älter (knapp 53 Prozent).
Vor allem die Fälle von hellem Hautkrebs haben in den Krankenhäusern zugenommen: Sie haben sich der Statistik zufolge in dem 20-Jahres-Zeitraum um 117 Prozent gesteigert. Bei schwarzem Hautkrebs waren es rund 42 Prozent mehr Fälle. Quelle: dpa / vs
Neues HV-Display für magnesium-Loges® Gute Nacht mit Melatonin

Seit kurzem ist das neue Nahrungsergänzungsmittel magnesium-Loges® Gute Nacht mit Melatonin von Dr. Loges in den Apotheken verfügbar.
Passend dazu gibt es jetzt ein neues HV-Display, das mit 6 x 30 Kapseln bestückt ist. Die kompakte Größe (B 17,8 x H 36,4 x T 12,8 cm) passt auf jeden HV-Tisch. Ergänzend gibt es ein DIN A1-Plakat für Schaufenster und Gehwegaufsteller.
Weiterführende Informationen dazu gibt es beim Dr. Loges Außendienst, unter 04171 707-297 oder fakturierung@loges.de.
Nikotinkonsum nimmt bei jungen Menschen wieder zu
Insbesondere bei den 12- bis 17-Jährigen werden Nikotinprodukte wieder beliebter. Das gilt vor allem für Mehrweg-E-Zigaretten, aber auch die hierzulande nicht verkäuflichen Nikotinbeutel werden mehr konsumiert. Zu diesem Ergebnis kommt die Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit Daten aus dem Jahr 2025.
Demnach rauchte knapp jeder zehnte Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren 2025 und damit 3,5 Prozentpunkte mehr als noch vier Jahre zuvor. Auf einen ähnlichen Trend kommt eine heute veröffentlichte Erhebung vom Statistischen Bundesamt. Dem Mikrozensus zufolge rauchten 2025 15,6 Prozent der 15- bis 24-Jährigen gelegentlich. Vier Jahre vorher lag der Anteil bei 14,5 Prozent.
Besonders auffällig ist dem BIÖG zufolge, dass vor allem Mädchen deutlich mehr als noch vor fünf Jahren rauchten. Das galt insbesondere für Mehrweg-E-Zigaretten: Hier nahm der Anteil der jugendlichen Konsumentinnen seit 2021 von 1,8 auf 7,8 Prozent zu. Etwa jede vierte Jugendliche vapte täglich.
Zusätzlich rauchten weibliche Jugendliche auch mehr herkömmliche Zigaretten. Seit 2021 war ein Anstieg um 1,4 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent zu verzeichnen. In allen anderen Gruppen war der Trend bei herkömmlichen Zigaretten rückläufig. Ebenfalls rückläufig ist der Trend beim Konsum von Wasserpfeifen und Einweg E-Zigaretten.