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In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.

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PTAheute-Pinnwand KW 39/2025: Arzneimittel­engpässe, Herz­erkrank­ungen und inter­kulturelle Heraus­forderungen

PTAheute-Pinnwand KW 39/2025
Bilder: master1305 / AdobeStock, Diego Cervo / AdobeStock, peopleimages.com / AdobeStock, Jamrooferpix / AdobeStock; Montage: PTAheute

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche:

Rekordhoch bei Arzneimittelengpässen in Europa

Nach Angaben des Europäischen Rechnungshofs nehmen die Arzneimittelengpässe in der EU trotz erster Gegenmaßnahmen weiter zu. Besonders betroffen sind Standardpräparate wie Antibiotika und Schmerzmittel, deren Produktion häufig ins Ausland verlagert wurde.

Die Zahl der von EU-Ländern gemeldeten Arzneimittelengpässe erreichte in den Jahren 2023 und 2024 neue Höchststände. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Europäischen Rechnungshofs hervor. Zwar habe die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) dazu beigetragen, die Auswirkungen abzufedern, doch ein wirksames System zur Behebung kritischer Engpässe fehle weiterhin. Zwischen Januar 2022 und Oktober 2024 meldeten EU-Länder bei 136 Medikamenten einen kritischen Mangel, darunter auch häufig eingesetzte Antibiotika.Quelle: https://www.gelbe-liste.de/apotheke/arzneimittel-engpaesse-rekordniveau 

Apotheken-Aktion zu Flurbiprofen-ratiopharm

Bilder: ratiopharm, chinnarach / AdobeStock; Montage: PTAheute

Um die Sichtbarkeit von Flurbiprofen-ratiopharm zu erhöhen und den Abverkauf zu unterstützen, stellt der ratiopharm Außendienst Apothekenteams ab Oktober ein umfassendes Aktionspaket zur Verfügung. Im Mittelpunkt steht das Präparat Flurbiprofen-ratiopharm 8,75 mg Lutschtabletten (24 Stück, zuckerfrei) in den Geschmacksrichtungen Honig und Zitrone, das für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen ist (PZN: 12482694).

 Dieses beinhaltet aufmerksamkeitsstarke Materialien wie einen HV-Aufsteller mit Flyern sowie eine ansprechende Winterdekoration aus Winkelplakat, Leichtplakat, Girlande und Jumbopackungen. Zusätzlich gibt es unter dem Motto „Hals über Kopf in den Winter“ ein großes Familien-Gewinnspiel, das über die Flyer im HV-Aufsteller beworben wird.Quelle: PM Ratiopharm 

Chargenrückruf: Vyndaqel 61 mg Weichkapseln, „Orifarm“ 30 Stück

Die Orifarm GmbH ruft folgende Chargen des Präparats Vyndaqel 61 mg (Tafamidis), 30 Weichkapseln (PZN 16744263), vorsorglich zurück: 

Ch.-B.: 56358121A, 56358131A, 57214181A, 57602061A, 57602421A, 57603001B, 58039871A, 58039881A, 58761561F, 58761571A, 58761591A, 59157391B, 59157401B, 59585781A, 59586411A, 59586431A, 60480121C, 60480131A 

Grund dafür ist: Auf der Faltschachtel steht die Blindenschrift fälschlicherweise mit „Vyndaqel 20 mg“ statt „Vyndaqel 61 mg“. Es ist ausschließlich die Blindenschrift betroffen, die Klarschrift ist korrekt. 
 
Die Apotheken sollen sich für eine temperaturgeführte Abholung betroffener Packungen an ihren gewohnten Ansprechpartner wenden.AMK 

Trump kündigt Zoll auf Arzneimittelimporte an

US-Präsident Donald Trump hat Zölle von 100 Prozent auf Arzneimittelimporte in die Vereinigten Staaten ab 1. Oktober angekündigt. Die deutsche Pharmaindustrie hatte Zölle besonders im Blick: Die USA sind ihr wichtigster Exportmarkt, rund ein Viertel der deutschen Pharmaexporte geht dorthin. Auch Indien ist betroffen, da das Land in großem Umfang Arzneimittel in die USA liefert. Für die deutsche Pharmabranche mit ihren rund 130.000 Beschäftigten sind die USA das wichtigste Exportland. 

2024 gingen dem Statistischen Bundesamt zufolge Waren im Wert von 27 Milliarden Euro und damit knapp ein Viertel der deutschen Pharmaexporte in die USA. Damit ist die deutsche Pharmabranche wesentlich stärker vom US-Markt abhängig als etwa der Maschinenbau und die Chemieindustrie. Besonders gefragt waren etwa Impfstoffe.Quelle: https://www.dpa-news.de/mediaobject.jsf?moid=87360053&nh=dhvima.0 

Interkulturelle Kompetenz gewinnt für Apothekenpersonal an Bedeutung 

Ein Drittel des befragten Apothekenpersonals ist tagtäglich oder oft mit interkulturellen Herausforderungen konfrontiert, dies zeigt eine aktuelle Umfrage von Haleon, Unternehmen für Verbrauchergesundheit (u. a. Voltaren, Otriven und Fenistil) mit Deutschlandsitz in München. Gerade in großen Ballungszentren kann das Apothekenteam oft mehrere Sprachen, neben Englisch etwa auch Arabisch, Türkisch oder auch Polnisch. 

Doch wie geht das Apothekenteam in der Praxis mit den Herausforderungen konkret um? Die Umfrage zeigt, dass etwa ein Drittel des Apothekenpersonals absichtlich Fachbegriffe, Abkürzungen sowie Redewendungen vermeidet und aktiv zuhört, um Bedürfnisse richtig zu interpretieren. Auch helfen neue Technologien sowie bewährte Mittel: Mehr als ein Drittel (37 Prozent) des Apothekenpersonals stützt sich auf Übersetzungs-Tools wie Apps zur Kommunikation, und fast 20 Prozent der Befragten nutzen zur Veranschaulichung Zeichnungen und Piktogramme.Quelle: PM Haleon 

Neues Nahrungsergänzungsmittel: Curcumin Hevert OptiSolv®

Neues Nahrungsergänzungsmittel bei Hevert | Bild: Hevert

Seit dem 15.09.2025 ist das Produktportfolio von Hevert um das Nahrungsergänzungsmittel Curcumin Hevert OptiSolv® – Kapseln mit hochkonzentriertem Kurkuma-Extrakt, erweitert. Das Präparat ist in zwei Packungsgrößen erhältlich: 60 Kapseln (PZN 19709818) und 120 Kapseln (PZN 19709824). Die Kapseln sind vegan, laktosefrei, glutenfrei, zuckerfrei und enthalten weder Konservierungsstoffe noch Gelatine. Die empfohlene Verzehrmenge für Erwachsene beträgt zwei Kapseln täglich, was einer Tagesration von 90 mg Curcuminoiden entspricht.

Hevert hat mit der OptiSolv®-Technologie ein neues Beschichtungsverfahren entwickelt. Dabei werden sog. Cyclodextrin-Komplexe durch Dual-Coating mit Stärke und Phospholipiden ummantelt, sodass sie stabil und frei in Lösung bleiben, ohne zu aggregieren.

Nicht empfohlen ist das Präparat für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, während Schwangerschaft, Stillzeit, bei Leber-Gallen-Funktionsstörungen oder Gallensteinen. Personen, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, sollten vor dem Verzehr ärztlichen Rat einholen.Quelle: PM https://hevert.com/de/de/praeparat/curcumin-hevert-optisolv-19709824 

Chargenüberprüfung: Ranexa 500 mg Retardtabletten, „FD Pharma”, 100 Stück

Die Firma FD Pharma GmbH, 77694 Kehl, bittet um Überprüfung bei Ranexa (Ranolazin) 500 mg, 100 Retardtabletten (PZN 18778266), Ch.-B.: 49043, welche Wirkstärke im SecurPharm-Code hinterlegt ist. Zeigt der Code die Wirkstärke 375 mg an, soll die Ware zur Gutschrift (Portokosten werden erstattet) an folgende Adresse geschickt werden: 

FD Pharma GmbH 
Abteilung PV 
Siemensstraße 11 
77694 Kehl.

Für eventuelle Rückfragen schreiben Sie gerne eine E-Mail an pv@fdpharma.com, alternativ kann von Montag bis Freitag zwischen 8:30 und 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 07851 485 27 00 Kontakt aufgenommen werden.Quelle: AMK 

Regionale Unterschiede bei Herzerkrankungen und Migräne

Krankheiten wie Herzleiden und Migräne treten in Bundesländern wie Sachsen-Anhalt und Thüringen deutlich häufiger auf als etwa in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen. Das zeigen neue Daten des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung zur regionalen Verteilung der Krankheitslast. 

Laut Barmer-Chef Christoph Straub erklären sich die regionalen Unterschiede durch die unterschiedliche Altersstruktur der Bevölkerung. Da Herzschwäche überwiegend im höheren Alter und häufig infolge anderer Herzerkrankungen auftritt, sollten regionale Versorgungsstrukturen entsprechend angepasst werden.

Auch bei Migräne und anderen Kopfschmerzerkrankungen bestehen deutliche regionale Unterschiede: 2023 waren in Bremen und Hamburg jeweils 33 von 1.000 Menschen betroffen, in Thüringen 41. Besonders häufig treten Kopfschmerzen im Gesundheits- und Sozialwesen auf – dort suchten 73 von 1.000 Erwerbstätigen ärztliche Hilfe.Quelle: https://www.aerzteblatt.de/news/grosse-regionale-unterschiede-bei-herzerkrankungen-und-migrane-d2be8aa4-a6b1-4cc3-9912-9d2090085b21