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Montagsblues: Tipps für einen guten Wochenstart

„Tell me why I don’t like Mondays“, sangen die Boomtown Rats um Bob Geldorf bereits 1979, und die meisten Menschen werden diesen Song montagmorgens schon einmal mitgesungen haben – nicht aus guter Laune, sondern wegen des passenden Textes.
Doch was ist es eigentlich, das einem so oft den Start in die Woche verleidet? Warum freut man sich nach einem entspannten Wochenende nicht auf neue Aufgaben und das Wiedersehen mit den Kollegen, Kunden oder Mitschülern?
Die Gründe sind vielfältig. Die Möglichkeiten, den Montagsblues zu bekämpfen, aber erfreulicherweise auch. Hier einige Tipps, die dem Montagmorgen seinen Schrecken nehmen.
Woher kommt der Montagsblues?
Eines gleich vorweg: Die Wissenschaft ist bisher zu höchst widersprüchlichen Ergebnissen in Bezug auf Leistungstiefs und vermindertes Wohlbefinden an Montagen gekommen. Einige Forscher nehmen an, dass der Kontrast zwischen dem Wochenende und der Arbeitswoche den Menschen am Montag einfach nur besonders stark auffällt.
Dies hat viel mit den Schlafzeiten zu tun: Der eigentliche Biorhythmus von Berufstätigen passt oftmals nicht zu den Arbeitszeiten – die Menschen würden gern länger schlafen oder zumindest später ins Bett gehen und auch später aufstehen.
Gerade diese Personen, aber auch einige echte Frühaufsteher, verschieben übers Wochenende ihre Einschlaf- und Aufwachzeiten, sodass der Wecker am Montag besonders laut und feindselig ins Bewusstsein dringt.
Außerdem empfindet man die freien Tage am Wochenende als entspannter und weniger durchgetaktet. Der Kontrast zum pflichtenreichen Montag ist dann besonders groß.
Was hilft gegen den Montagsblues?
Die Folgerung aus den oben genannten Faktoren ist logisch: Menschen, die unter Montagsblues leiden, sollten am Sonntag früh genug ins Bett gehen und durch eine sinnvolle Abendroutine die Chance auf ein baldiges Einschlafen erhöhen.
Außer einem gesunden Schlaf gibt es aber noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, dem Montag seinen Schrecken zu nehmen:
Genügend Zeit einplanen: Statt wiederholt auf die Schlummertaste zu drücken, dazwischen ungesund vor sich hin zu dösen und dann eilig ins Bad und zur Arbeit zu hasten, sollten Montagsmuffel gerade zum Wochenstart eine Viertel- oder halbe Stunde früher aufstehen, um möglichst entspannt in den Tag zu starten.
Die Zeit sinnvoll nutzen: Die gewonnenen Minuten lassen sich teilweise in Entspannung (ruhiges Frühstück, Morgenzeitung, zusätzliche Tasse Kaffee) und teilweise in Aktivität investieren: Warum nicht einmal zu Fuß zur Arbeit gehen oder zumindest ein, zwei Haltestellen später in den Bus steigen?
Licht hilft immer: Im Sommer lässt sich morgens vielleicht schon etwas Sonne tanken, die die Produktion von Vitamin D ankurbelt. Und für die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin reicht schon Tageslicht, auch ohne Sonne. Im Winter kann eine Tageslichtlampe beim Frühstück oder am Arbeitsplatz diese Aufgabe übernehmen. Ebenfalls einen Versuch wert: Lichtwecker, die durch einen simulierten Sonnenaufgang besonders sanft und natürlich wecken.
Planung ist alles: Wer seine Projekte und Aufgaben selbst organisieren kann, sollte sich für den Montag etwas vornehmen, das Spaß macht oder zumindest leicht von der Hand geht. Vielleicht lassen sich gemeinsame Aufgaben mit den Lieblingskollegen oder sogar ein etwas früheres Arbeitsende einplanen – im Idealfall gefolgt von einer Vorfreude auslösenden Feierabendbeschäftigung.
Flexible Arbeitszeiten: Im heutigen Berufsalltag gibt es vermehrt Freiräume wie Gleitzeit, reduzierte Stundenzahl oder Homeoffice. Sie alle können helfen, den Montag zu entschärfen und sanfter in die Arbeitswoche zu starten.
Bei Montagsblues: Sind grundsätzliche Veränderungen nötig?
Wenn alles nichts hilft, sollten sich Montagsmuffel fragen, ob ihre schlechte Laune und Antriebslosigkeit ganz allgemein an ihrem Job liegt. Fühlen sich vor allem die Montage schwer an, oder werden im Grunde alle Tage gleich negativ empfunden? Fehlt die Anerkennung, stimmt das Verhältnis zu den Kollegen, ist die Arbeit zu stressig?
Möglicherweise hilft ein Jobwechsel, nicht nur den Montagsblues zu vertreiben, sondern auch andere negative Einflüsse zu eliminieren. Ganz allgemein gilt: Wer Freude an seinem Job hat, ist weniger anfällig für Stimmungstiefs – egal an welchem Wochentag. Quellen:
https://utopia.de/ratgeber/montagsblues-woher-er-kommt-und-wie-du-ihn-loswirst_395800/
https://de.statista.com/infografik/14345/gruende-warum-befragte-nicht-gern-zur-arbeit-gehen/
https://www.fitforfun.de/gesundheit/psychologie-gibt-es-den-montagsblues-wirklich-502138.html