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In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.

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Pilzvergiftungen, Pille danach und Psychotherapie

PTAheute-Pinnwand KW 43/2026
Bilder: Jaroslav Machacek / AdobeStock, cinematri / AdobeStock, loreanto / AdobeStock, Jamrooferpix / AdobeStock, Montage: PTAheute

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche:

„Pille danach“ rund 900.000 Mal abgegeben

Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet verkaufen Apotheken rund 900.000 Packungen an Notfallverhütungsmittel, umgangssprachlich Pille danach genannt. Das Medium bezieht sich dabei auf eine Statistik der ABDA.

Seit die Pille danach im Jahr 2015 aus der Rezeptpflicht entlassen wurde, ist die Zahl der abgegebenen Packungen gestiegen, bis sie sich laut Medienbericht in den Jahren 2023 bis 2025 eingependelt hat.

Nimmt man die Notfallverhütung aus der Betrachtung heraus, zeigt sich, dass in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der abgegebenen Kontrazeptiva abgenommen hat: von ca. 17,9 Millionen Packungen im Jahr 2015 auf 9,9 Millionen im Jahr 2025. Quelle: https://www.aerzteblatt.de/news/pille-danach-rund-900000-mal-abgegeben-0f5bfd5e-b12d-49cb-9cb1-a3c0193be3b4 

Umfrage: Trend geht zur Online-Apotheke

Laut einer Pressemitteilung von Statista Consumer Insights nimmt der Anteil der Personen, die in den vergangenen zwölf Monaten etwas in einer stationären Apotheke gekauft haben, beständig ab. Seit dem Jahr 2019 sank er um 20 Prozentpunkte auf 53 Prozent im Jahr 2026.

Das erhöhe den Druck auf die Apotheken, den Nutzen des stationären Angebots sichtbar zu machen. Punkten können sie mit persönlicher Beratung und unmittelbare Verfügbarkeit. Doch der sinkende Anteil zeige, dass diese Vorteile nicht alle Kundinnen und Kunden dauerhaft binden, heißt es bei Statista.

Grundlage dieser am 14. Oktober veröffentlichten Statistik sind „große, repräsentative Online-Befragungen“der Statista Consumer Insights. Befragt wurden allerdings nur Menschen zwischen 18 und 64 Jahren, die zudem zu einem gewissen Grad online-affin sind. Ein Trend lässt sich aus den Zahlen sicher ablesen, aber es ist anzunehmen, dass ein beachtlicher Teil der Apothekenkundinnen und -kunden von diesen Befragungen bislang gar nicht erfasst ist. Quelle: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2026/10/19/der-trend-geht-zur-online-apotheke 

Chargenrückrufe von Berodual® N Dosier-Aerosol 20 µg/50 µg Druckgasinhalation

Der Originalhersteller von Berodual® N Dosier-Aerosol ruft im Ausland eine Charge aufgrund des Risikos eines überhöhten Gehalts an Verunreinigungen während der Haltbarkeitsdauer zurück. 

Diesem Rückruf schließen sich hierzulande folgende Firmen an:

Abacus Medicine A/S mit der PZN 13901348 und den Chargen 502463-355798, 502463-358332, 502463-361587, 502463-362183, 502463-365886, 502463-367543, 502463-369304, 502463-371679, 502463-378069, 502463-379947

kohlpharma GmbH mit der PZN 01836901 und der Charge 502463

EurimPharm mit der PZN 02042876 und der Charge 502463 (Umpack-Charge: 1000809901, 1000812785)

ACA Müller mit der PZN 03048533 und der Charge 502463 (ACA-Nr. 00418350, 00419058, 00420626) sowie

14U Pharma mit der PZN 18243631 und der Charge 502463

Apotheken werden gebeten, ihre Bestände zu überprüfen und für eine etwaige Rücksendung die Firmen zu kontaktieren. Quelle: AMK 

Umfrage: Adexa bittet um Teilnahme

Apotheken sollen laut ABDA künftig eine stärkere Rolle in der Primärversorgung übernehmen. Die Vorschläge reichen von mehr Prävention und einer stärkeren Lotsenfunktion bis hin zur Ersteinschätzung bei unkomplizierten Beschwerden und zusätzlichen pharmazeutischen Leistungen.

Das könnte die Vor-Ort-Apotheke als niedrigschwellige Anlaufstelle im Gesundheitssystem stärken. Doch mehr Verantwortung bedeutet auch mehr Aufgaben. Die Apothekengewerkschaft hat eine Umfrage gestartet, um bittet Apothekenangestellte um ihre Meinung: „Was halten Sie von den Plänen? Chance oder Risiko?“ Hier können Sie an der Umfrage teilnehmen.

Luvos: zwei neue Produkte gegen Magen-Darm-Beschwerden

zwei neue Produkte von Luvos
Neu im Sortiment von Luvos® | Bild: Luvos®

Ab November ergänzen die zwei Medizinprodukte Luvos® Gastrosan Durchfall und Luvos® Gastrosan Reizdarm-Syndrom Pro das Luvos®-Sortiment. 

Sie sind für die Hilfe bei Durchfall unterschiedlicher Ursache bzw. bei Reizdarmbeschwerden vorgesehen, die mit einer übermäßigen Gasansammlung im Bauchraum einhergehen können.

Beide Produkte kombinieren Luvos®-Heilerde mikrofein mit Simeticon. Simeticon wirkt gegen Blähungen, indem es die Oberflächenspannung der Gasblasen herabsetzt und dadurch deren Zerfall erleichtert. Die Mineralerde zeichnet sich durch ein hohes Adsorptionsvermögen aus. Zusätzlich bildet sie einen schützenden Film auf der Darmschleimhaut. 

Sowohl Simeticon als auch die Mineralerde werden nicht in den Körper aufgenommen, sondern unverändert wieder ausgeschieden. Ein Gewöhnungseffekt ist nicht zu erwarten. Beide Medizinprodukte sind vegan, glutenfrei und frei von künstlichen Zusatzstoffen. Quelle: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2026/10/15/gastrosan-durchfall-und-gastrosan-reizdarm-syndrom-pro 

Ambulante Psychotherapie: Konsiliarberichte wurden überarbeitet

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) meldet auf seiner Webseite, dass er seine Regelungen zum Konsiliarverfahren vor einer ambulanten Psychotherapie gestrafft und praxistauglicher gemacht habe. 

Durch die nun geänderten Anforderungen an die Konsiliarberichte würden diese aussagekräftiger und zugleich weniger aufwändig. Teilweise entfalle die Pflicht zu einem Konsiliarbericht ganz. Zudem sei nun auch eine digitale Übermittlung der Berichte möglich. 

Der GBA übernimmt zudem eine gesetzliche Änderung in die Psychotherapie-Richtlinie: Ein Konsiliarbericht muss nicht mehr eingeholt werden, wenn der Patient eine ärztliche Überweisung hat oder im Anschluss an eine psychiatrische, psychosomatische oder psychotherapeutische Krankenhausbehandlung eine ambulante Psychotherapie empfohlen wird. Quelle: https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1358/ 

Chargenrückruf: Baycuten HC Creme

Bei dem Produkt Baycuten HC Creme kam es zu einen regulatorischen Versäumnis, teilt die Firma Orifarm GmbH über die AMK mit. 

Die neue Formulierung der Creme mit der Wirkstoffkombination Clotrimazol/Hydrocortisonacetat wurde nicht bei der Zulassungsbehörde angezeigt, diese wurde jedoch parallelimportiert. 

Daher wurde die Creme mit den Packmitteln der Wirkstoffkombination Clotrimazol/Hydrocortison in Verkehr gebracht, obwohl bereits die Wirkstoffkombination Clotrimazol/Hydrocortisonacetat enthalten ist.  

Die Patientensicherheit war zu keiner Zeit gefährdet.  

Die Orifarm GmbH ruft deshalb die Chargen GP035S1, GP035S2, GP0371F, GP038L1, GP039X6, GP039X7, GP03AR8, GP03CF1, GP03DX2 des Präparats Baycuten HC (Clotrimazol, Hydrocortison) Creme, 30 und 60 g Creme (PZN 09616576 und 09616582), zurück. 

Apotheken sollen die Ware vernichten und sich für eine Gutschrift wenden an kundenservice@orifarm.com. Quelle: AMK 

Einige Hundert schwere Pilzvergiftungen pro Jahr

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) verweist auf die Gesundheits-Berichterstattung des Bundes, der zufolge es in den vergangenen zehn Jahren pro Jahr etwa 280 bis 680 stationäre Behandlungen im Krankenhaus gab, weil sich Menschen an Pilzen vergiftet hatten. Zum Tod führt der Griff zum falschen Pilz deutlich seltener: Todesfälle mit dieser Diagnose gab es demnach pro Jahr zwischen null und sieben.  

Weitere Hinweise geben die Giftinformationszentren in Deutschland. Das Giftinformationszentrum Nord (GIZ Nord) in Göttingen zählte in den Jahren 2022 bis 2025 jeweils 10 bis 24 schwere Fälle von Pilzvergiftungen und bis zu zwei Todesfälle.  

Dem BfR zufolge gehen beim GIZ Nord etwa ein Siebtel der insgesamt in den deutschen Giftinformationszentren eingehenden Anfragen ein. Rechnet man die Zahlen auf Gesamtdeutschland hoch, ergäben sich somit 70 bis knapp 170 schwere Fälle von Pilzvergiftungen pro Jahr, welche als Anfragen in den Zentren beraten werden – und bis zu 14 Todesfälle. Das wären etwas höhere Todeszahlen, als die Gesundheits-Berichterstattung des Bundes zeigt.  

Um im Rahmen des Möglichen einen besseren bundesweiten Überblick zu bekommen, ist das Bundesinstitut für Risikobewertung dabei, ein zentrales Vergiftungsregister aufbauen. Quelle: dpa 

Tromcardin® balance neu in der Apotheke

Packshot Tromcardin balance
Neu gegen Stress: Tromcardin® balance | Bild: Tromsdorff

Trommsdorff stellt ein neues Nahrungsergänzungsmittel vor. Tromcardin® balance enthält Kalium, Magnesium und Vitamin B1 sowie Lavendelblüten-Extrakt und Lavendelöl.

Diese Kombination soll unterstützend bei körperlichem und psychischem Stress unterstützend wirken. Empfohlen wird eine tägliche Einnahme von 2 x 2 Tabletten- Diese sind laktose-, gluten- und zuckerfrei.

Tromcardin® balance ist in den Packungsgrößen zu 60 Tabletten und 120 Tabletten apothekenexklusiv erhältlich. Tromsdorff bietet begleitend zur Einführung eine POS-Aktion rundum Tromcardin® complex und Tromcardin® balance an. Quelle: PM Tromsdorff 

Impf-Aktionswoche und „Lange Nacht des Impfens“ 2026

Vom 9. bis 15. November findet die Impf-Aktionswoche 2026 statt. Zudem wird innerhalb des Aktionszeitraums am 12. November 2026 die diesjährige „Lange Nacht des Impfens“ durchgeführt. 

Die Impf-Aktionswoche ist eine Initiative des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), die „Lange Nacht des Impfens“ wird vom Bundesverband der Versorgungsapotheker (BVVA) organisiert. Beide Aktionen zielen darauf ab, den Nutzen von Impfungen und das umfassende und niederschwellige Impfangebot herauszustellen und somit den Impfschutz in der Bevölkerung zu fördern.

Pünktlich zum Start in die Impfsaison hat die ABDA am 1. Oktober 2026 ihre neue Kampagne „Bei euch piekt’s wohl“ gestartet. Auf der Aktionswebseite können sich Apothekenteams Kampagnen-Motive in den gewohnten Formaten als Plakat, Infoscreen, Kassenbildschirm, und Kacheln für Social Media herunterladen. Quelle: https://portal.akberlin.de/impf-aktionswoche-und-lange-nacht-des-impfens-2026/ 

Nigeria bestätigt ersten Ebola-Fall 

In Nigeria ist der erste Fall einer Ebola-Infektion bestätigt worden. Die Patientin sei kürzlich per Flugzeug aus Uganda eingereist und für mehrere Tage in einem Privatkrankenhaus im Gebiet der Hauptstadt Abuja behandelt worden, teilte das Gesundheitsministerium des westafrikanischen Landes mit. Sie befinde sich nach Angaben des Ministeriums in Isolation und werde medizinisch versorgt.  

Das Gesundheitsministerium arbeite eng mit dem Nationalen Zentrum für Krankheitskontrolle, dem regionalen Gesundheitssekretariat sowie weiteren zuständigen Behörden zusammen, um die Infektion einzudämmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, hieß es. Die Ermittlung von Personen, die mit der Patientin in Kontakt standen, habe begonnen. Bisher seien laut dem Gesundheitsministerium 44 Kontakte identifiziert worden, darunter medizinisches Personal, andere Patienten, Pflegekräfte sowie Reisekontakte.  

Der aktuelle Ebola-Ausbruch hatte Mitte Mai in der Demokratischen Republik Kongo begonnen. Nigeria ist inzwischen das vierte afrikanische Land, in dem Fälle der Bundibugyo-Variante gemeldet wurden. Im zentralafrikanischen Kongo wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde aktuell 9.552 Fälle und 4.602 Todesfälle registriert. Im ostafrikanischen Kenia sind derzeit acht Ebola-Fälle, darunter ein Todesfall, bekannt.  

Auch in Uganda, das an den Kongo sowie an Kenia grenzt, gab es insgesamt 20 bestätigte Ebola-Fälle, die auf einen Patienten aus dem Kongo zurückgeführt wurden. Zwei Patienten starben. Uganda verkündete Ende August jedoch das Ende seines Ebola-Ausbruchs, nachdem über 42 Tagen kein neuer Fall erfasst wurde. Quelle: dpa 

Impfaktion von CLS Seqirus in Köln

Apotheker impft Patientin
In der Apotheke zum goldenden Horn in Köln wurde zur Grippeimpfung aufgerufen. | Bild: CLS Seqirus/Socrates Tassos

Grippeprävention dort sichtbar machen, wo viele Menschen zusammenkommen: Unter diesem Leitgedanken startete in Köln die Aktion „Zesamme jeck – aber bitte Grippe-geimpft!“. CSL Seqirus macht gemeinsam mit der Apotheke zum goldenen Horn und der Praxis Köln Nippes auf die rechtzeitige Grippeimpfung aufmerksam. 

„Je einfacher der Zugang zur Grippeschutzimpfung ist, desto mehr Menschen lassen sich impfen. Die unkomplizierte Impfung in der Apotheke ist daher ein wichtiger Baustein der Prävention. Gerne unterstützen wir die Aktion von CSL Seqirus, um Kölnerinnen und Kölner zu sensibilisieren. Gerade jetzt vor der Karnevalszeit, in der viele Menschen zusammenkommen, möchten wir daran erinnern, rechtzeitig an den Impfschutz zu denken“, sagt Raphaela Acht, Apothekerin und Inhaberin der Apotheke zum goldenen Horn. Quelle: PM CLS Seqirus