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In der Apotheke werden PTA mit den unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Lesen Sie hier die tagesaktuellen News aus den Bereichen Pharmazie, Forschung, Ernährung, Gesundheit und vielem mehr. Bleiben Sie informiert, um Ihre Kunden stets kompetent zu beraten.

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PTAheute-Pinnwand KW 03/2026: Apothekenzahl sinkt weiter und Grippefälle nehmen zu

PTAheute-Pinnwand KW 03/2026
Bilder: Medienzunft Berlin / AdobeStock, Axel Bueckert / AdobeStock, Subbotina Anna / AdobeStock, Jamrooferpix / AdobeStock; Montage: PTAheute

Täglich erreichen uns zahlreiche Meldungen rund um Pharmazie, Gesundheit und Apothekenmarkt. Hier finden Sie eine Übersicht über die News und Pressemeldungen der aktuellen Woche:

Anhaltendes Apothekensterben in Deutschland

Das Apothekensterben in Deutschland setzt sich fort. Zum Jahresende 2025 gab es bundesweit nur noch 16.601 Apotheken, erklärte die ABDA. Das sind 440 Apotheken bzw. 2,6 % weniger als Ende 2024 mit 17.041 Apotheken. Den 502 Apothekenschließungen standen lediglich 62 Neueröffnungen im Laufe des Jahres 2025 gegenüber. 

Damit wurde der niedrigste Apothekenbestand seit nahezu 50 Jahren erreicht. Vergleichbar war die Situation zuletzt 1977, als in Ost- und Westdeutschland zusammen 16.374 Apotheken registriert waren. Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung ist die seit 22 Jahren geltende Ausgestaltung der Arzneimittelpreisverordnung mit einem fixen Packungshonorar. Seit Einführung dieses Vergütungssystems erfolgte lediglich eine einmalige Anpassung im Jahr 2013 in Höhe von 3,1 %. Infolge der ausbleibenden strukturellen Anpassung der Vergütung ist die Zahl der Apotheken seit 2013 um 19,7 % zurückgegangen. Während im Jahr 2013 noch 20.662 Apotheken in Deutschland betrieben wurden, sind es heute 4.061 weniger.

Der Präsident der ABDA, erklärte, die Zahl der Apotheken gehe weiter zurück, wodurch für immer mehr Menschen längere Wege zur nächsten Apotheke entstünden. Dies stelle insbesondere für ältere sowie mobilitätseingeschränkte Patienten eine erhebliche Belastung dar, vor allem bei außergewöhnlichen Wetterlagen wie derzeit. In solchen Situationen kämen den Botendiensten der Apotheken eine zentrale Rolle in der Versorgung zu. Diese könnten jedoch das Leistungsspektrum eines persönlichen Apothekenbesuchs nur eingeschränkt ersetzen. Daher bezeichnete Preis den Rückgang als eine problematische Entwicklung, da mit jeder weiteren Schließung die Resilienz der Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung abnehme.

Preis führte aus, seit der letzten Erhöhung des Festhonorars im Jahr 2013 seien die Kosten in den Apotheken um rund 65 % gestiegen. Vor diesem Hintergrund sei es nachvollziehbar, dass der Apothekenrückgang in diesem Zeitraum deutlich an Dynamik gewonnen habe, da für immer mehr Betriebe ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich sei. Zugleich verwies er auf den Koalitionsvertrag von Union und SPD aus dem Mai 2025, in dem eine Anhebung des Apothekenhonorars auf 9,50 Euro vorgesehen sei. Angesichts der weiterhin hohen Zahl an Apothekenschließungen äußerte er Unverständnis darüber, dass die Bundesregierung diese Honoraranpassung im aktuellen Reformvorhaben nicht berücksichtige. Quelle: ABDA 

Portfolioerweiterung: Quelecia®als neues generisches Kontrazeptivum 

Orales Kontrazeptivum Quelecia mit aufgedruckter Silhoutte einer Frau auf Medikamentenschachtel
Neues orales Kontrazeptivum im Portfolio von Hormosan. | Bild: PM Hormosan

Seit Anfang des Jahres 2026 hat Hormosan sein Produktportfolio um ein neues orales Kontrazeptivum mit körperidentischem Östrogen erweitert.

Das mehrphasige Fertigarzneimittel enthält Estradiolvalerat sowie Dienogest. Das Präparat ist laut Herstellerangaben in unterschiedlichen Packungsgrößen, wie 1x 28 St. PZN: 19770002, 3x 28 St. PZN: 19770019 und 6x 28 St. PZN: 19770025 erhältlich. Quelle: PM Hormosan 

 

Bupropion-neuraxpharm 300 mg Tabletten, 90 Stück                           mit veränderter Wirkstofffreisetzung

Die Firma neuraxpharm Arzneimittel GmbH ruft ihr Arzneimittel Bupropion-neuraxpharm 300 mg Tabletten, 90 Stück mit veränderter Wirkstofffreisetzung, (PZN 14251929) mit Ch.-B.: 231448, zurück.

Grund des Rückrufs ist, dass im Rahmen einer Routine-Stabilitätsuntersuchung des genannten Arzneimittels mit der genannten Charge eine geringfügige Abweichung von der Spezifikation im Parameter Freisetzung festgestellt wurde.

Apotheken werden gebeten ihre Lagerbestände zu überprüfen und mithilfe einer Vernichtungserklärung bis zum 29. Januar 2026 per E-Mail an rueckruf@neuraxpharm.de mitzuteilen, wie viele Packungen sich am Lager befinden. Die vorhandenen Packungen sollen vernichtet werden, eine entsprechende Gutschrift folgt. Quelle: AMK 

Mehr Grippefälle durch frühen Saisonstart

Der dpa zufolge setzt sich die Grippewelle in Baden-Württemberg fort, wobei die Fallzahlen deutlich schneller steigen als im Vorjahr. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden seit Anfang Dezember bis einschließlich der ersten Januarwoche 6.526 bestätigte Influenzafälle an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres lag die Zahl bei 1.451 Fällen. Zudem verzeichnet das Land einen Anstieg weiterer Atemwegserkrankungen, darunter auch Covid-19. Nach Einschätzung des Ministeriums könnten die höheren Zahlen mit dem frühen Start der Grippesaison zu tun haben.

Nach Einschätzung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zählen ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen sowie Säuglinge und Kleinkinder zu den besonders gefährdeten Gruppen. Schwere Krankheitsverläufe mit notwendiger stationärer Behandlung betreffen vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, Personen ab 60 Jahren und sehr junge Kinder. Die STIKO empfiehlt die Grippeschutzimpfung insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie für Beschäftigte im Gesundheitswesen. Der vollständige Impfschutz entwickelt sich in der Regel innerhalb von 10 bis 14 Tagen. Quelle: dpa 

Neu: Dermasence RosaMin Getönte Tagespflege hell mit LSF 50

Dermasence Tagespflege-Tube links im Bild und rechts die Umverpackung mit derselben Aufschrift
Neuheit in der RosaMin-Serie | Bild: PM Dermasence

Dermasence hat seit Januar 2026 das Sortiment der Pflegeserie Dermasence RosaMin erweitert. Die Dermasence RosaMin Getönte Tagespflege hell mit LSF 50 ist nun mit einer helleren Nuance in einer 30-ml-Größe (PZN: 19902805) in der Apotheke erhältlich.

Für die RosaMin-Serie werden Apotheken mit verschiedenen POS-Materialien ausgestattet, darunter Regalrahmen, Fensteraufkleber, Poster sowie ein HV-Display mit Testern. Der Produktlaunch wird durch eine begleitende TV- und Medienkampagne unterstützt. Quelle: PM Dermasence 

Rückruf aller Arzneimittel und Packungsgrößen der Hanosan GmbH

Die Firma Hanosan GmbH ruft sämtliche Chargen aller Arzneimittel zurück. Laut Herstellerangaben habe der Rückruf rein formale Gründe, ein Risiko für die Gesundheit bestehe nicht. Die Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika sind von diesem Rückruf ausgeschlossen.

Apotheken werden gebeten, ihre Lagerbestände zu überprüfen und im Rahmen des Produktrückrufs eine Vernichtungserklärung mit dem Vermerk „HANOSAN-Produktrückruf“, mit folgenden Angaben, einzureichen: das betroffene Arzneimittel, die Chargenbezeichnung sowie das jeweilige Verfalldatum. 

Die Erklärung kann per E-Mail (r.baehr@eckert.law) oder postalisch übermittelt werden: 

ECKERT Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mbB
Zu Händen: Dr. Robert Bähr
Robert-Enke-Straße 1
30169 Hannover

Die vorhandenen Packungen sollen vernichtet werden, eine entsprechende Gutschrift folgt. Quelle: AMK 

Produktneuheit: Vividrin® Azelastin MDO® Augentropfen 

Packshot einer Vividrin Azelastin MDO Augentropfflasche mit Leerschachtel
Neu im Programm: Vividrin® Azelastin MDO® | Bild: PM Bausch + Lomb

Seit Anfang 2026 bringt Bausch + Lomb mit Vividrin® Azelastin MDO® neue konservierungsfreie Augentropfen in einer Quetschflasche auf den Markt.

Das neue Präparat enthält 0,5 mg/ml Azelastinhydrochlorid und ist mit 10 ml (PZN 19782695) verfügbar. Das Präparat ist bis zu drei Monate nach Anbruch haltbar und für Erwachsene und Kinder ab 4 Jahren geeignet. Quelle: PM Bausch + Lomb 

Rückruf: Vihuma Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Die Firma Biotest AG ruft ruft sämtliche Chargen aller Arzneimittel zurück. Das Unternehmen habe beschlossen, sein Faktor-VIII-Konzentrat Vihuma künftig nicht mehr zu vertreiben. 

Aus diesem Grund werden alle im Markt befindlichen Packungen von Vihuma (Simoctocog alfa) 250 I.E., 500 I.E., 1000 I.E., 2000 I.E., 3000 I.E. und 4000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung, jeweils 1 Stück (PZN 12549903, 12549926, 12549932, 12549949, 14358521 und 14358538), zurückgerufen.

Apotheken werden gebeten, ihre Lagerbestände zu überprüfen und alle Vihuma-Packungen über den pharmazeutischen Großhandel mithilfe des APG-Formulars zur Gutschrift zurückzugeben. Der Rückruf bezieht sich auf alle Handelsgrößen und Chargen. Die Rückgabe soll bis zum 18. Februar 2026 erfolgen. Die Packungen müssen nicht gekühlt versendet werden. Quelle: AMK