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Was tun gegen Herbstblues?

Junge Frau schaut deprimiert durch ein vom Regen nasses Fenster
Viele Menschen bedrückt das trübe und dunkle Wetter im Herbst. | Bild: wifesun / AdobeStock

Viele kennen es: Wenn es draußen kälter wird und vielleicht auch noch häufiger Regen oder Nebel dazukommen, leidet die Stimmung.  

Und auch die Zeitumstellung, die die ohnehin schon früh einsetzende Dämmerung noch eine Stunde früher bringt, zieht Herbstmuffeln nicht gerade die Mundwinkel nach oben.  

Wer anfällig für einen Herbstblues ist, hat in den Monaten zwischen Freibad- und Skisaison eine schwere Zeit. Die folgenden Tipps können aber helfen, den trüben Gedanken nicht das Feld zu überlassen.  

Herbstblues: Licht gegen düstere Stimmung

Schuld am herbstlichen Stimmungstief ist in den meisten Fällen die verminderte Sonneneinstrahlung. Denn der Mangel an Tageslicht kann dazu führen, dass das Schlafhormon Melatonin nicht nur nachts, sondern auch tagsüber vermehrt ausgeschüttet wird.  

Verstärkend wirkt in solchen Fällen auch ein Vitamin-D-Mangel, der in mitteleuropäischen Breitengraden häufig droht – vor allem im Winter, wenn die Sonne in einem zu spitzen Winkel auf die Atmosphäre trifft und deshalb nicht genügend Kraft besitzt, um die körpereigene Produktion des wichtigen Vitamins anzuregen.  

Gegen den Mangel an Tageslicht hilft es schon, sich so viel wie möglich draußen aufzuhalten. Dabei sollte man sich nicht von Wolken oder grauem Himmel abhalten lassen: Auch bei schlechtem Wetter ist Tageslicht um ein Vielfaches heller als Zimmerbeleuchtung!  

Und wer trotz besten Willens nicht die Zeit oder Möglichkeiten hat, täglich mindestens eine halbe Stunde nach draußen zu gehen, kann sich eine Tageslichtlampe oder ein Lichttherapiegerät besorgen, um eine Überproduktion von Melatonin zu vermeiden.  

Wurde ein Vitamin-D-Mangel diagnostiziert, lässt sich dieser durch die Einnahme von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (z. B. Vigantol 1000 I.E. Vitamin D3 Tabletten oder Vitamin D3 Galen 20.000 I.E. Weichkapseln) bzw. Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitamin D Verla purKaps begegnen. Für Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer aktuellen Stellungnahme eine Dosierungsempfehlung abgegeben.  

Bewegung und gesundes Essen machen gute Laune

Sport regt die Produktion des Glückshormons Serotonin an, das die Stimmung aufhellt und Antrieb gibt. Auch Endorphine und den Neurotransmitter Dopamin schüttet der Körper bei ausreichend Bewegung vermehrt aus, weshalb aktive Menschen weniger unter Trübsinn leiden.  

Unterstützend wirkt eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse gegen den Herbstblues. Gesund, lecker und saisonal sind im Herbst zum Beispiel Kürbis, Rosenkohl oder, nicht nur für Südtirol-Fans, Esskastanien (Maronen).  

Und dann gibt es da noch die Lebensmittel, die die Aminosäure Tryptophan – eine Vorstufe von Serotonin – enthalten: Eier, Nüsse, Sojabohnen und Käse.

Soziale Kontakte vertreiben den Herbstblues

Reden, scherzen, Gemeinschaft spüren: Sich mit Freunden zu treffen, macht gute Laune und steigert die seelische Gesundheit. Deshalb sollte bei einer herbstlichen Stimmungstrübung neben physischen Stellschrauben auch die psychische Komponente bedacht werden.  

Ein wahrer Booster ist das Lachen: Hier kommen unzählige Muskeln in Bewegung, Herz und Kreislauf werden angeregt und – einmal mehr – Serotonin ausgeschüttet.

Idealerweise kombinieren Herbstmuffel soziale Begegnungen mit den zuvor genannten Tipps. Wie wäre es also mit einem ausgedehnten Gruppenspaziergang in der Herbstsonne, gefolgt von gemeinsamem Kochen und einem Spieleabend oder Witze-Battle? Quellen:
https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/psychologie/herbstblues-die-besten-tipps-gegen-stimmungstiefs/
https://www.gelbe-liste.de/suche?term=vitamin%20d
https://www.ndr.de/n-joy/leben/Herbstblues-Das-Hilft,herbstblues140.html
 

Gut zu wissen: Herbstblues oder Winterdepression? 

Phasenweise auftretende Stimmungstiefs im Herbst sind im Grunde unbedenklich. Sollten die Symptome sich aber verstärken und mindestens in zwei aufeinander folgenden Jahren im Herbst auftreten, droht unter Umständen eine Winterdepression. Dann sollte man sich ärztlichen und/oder psychotherapeutischen Rat holen.